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Aufruf zur Teilnahme: 75 Jahre nach Hiroshima / Nagasaki

Sonntag, 9. August 2020

Nachholtermin des Ostermarsches / Gedenkaktion zu den Atombombenabwürfen als Fahrraddemonstration zur Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA)

13 Uhr: Start der Fahrraddemo am Gronauer Bahnhof zur UAA

14 Uhr: Kundgebung vor der UAA Gronau, Röntgenstraße 4, Gronau

 

Am 9. August jährt sich der Atombombenabwurf über Nagasaki zum 75. Mal. Drei Tage zuvor zerstörte 1945 die erste Atombombe Hiroshima - das Atomzeitalter begann mit der Auslöschung zweier Großstädte und unzähligen Toten. Doch bis heute basteln viele Staaten weiterhin offen oder verdeckt an eigenen Atombomben. Die USA und Russland befinden sich in einem neuen extrem gefährlichen atomaren Wettlauf - und auch die Bundesregierung hält am Konzept der nuklearen Abschreckung fest. Die nukleare Teilhabe an den US-Atomwaffen auf dem Luftwaffenstützpunkt Büchel gehört genauso dazu wie das Festhalten an der Urananreicherung in Gronau und der Uran-Zentrifugen-Entwicklung in Jülich. Die Urananreicherung gilt als "der einfachste Weg zur Atombombe". Darauf wollte bislang keine Bundesregierung verzichten - Atomausstieg oder nicht. Die UAA Gronau ist bereits 35 Jahre in Betrieb (seit dem 15. August 1985) – 35 Jahre zu viel!

Zivil hält die Urananreicherung Schrottreaktoren wie Tihange und Doel am Laufen. Sie ermöglicht Ländern wie der Ukraine das Festhalten an der Atomkraft und ermöglicht den Vereinigten Arabischen Emiraten am Persischen Golf den Einstieg in die Atomkraft. Der Uranmüll wird billig in Russland abgeladen, der weltweite Uranabbau zerstört Umwelt und Gesundheit in den betroffenen Regionen. Doch im Hintergrund steht immer auch die militärische Option. Seit einigen Jahren spricht Urenco, der Betreiber u. a. der UAA’s in Gronau und Almelo (NL) nach US-Medienberichten u. a. mit dem Pentagon über den Bau von sog. Mini-Reaktoren für das US-Militär. Das ist alarmierend, zumal die Bundesregierung und die deutschen Urenco-Anteilseigner RWE und EON bislang offensichtlich grünes Licht für diese schleichende Militarisierung gegeben haben.

Aus diesem Grund rufen wir für Sonn­tag, 9. August, zu einer Frie­dens- und Anti-Atom­kraft-Demo zur Uran­anrei­cherungsanlage (UAA) in Gronau auf. Wir for­dern die sofor­tige Stilllegung der UAA, der Zentrifu­genentwicklung und aller Atomanla­gen sowie den Ab­zug der US-Atomwaffen aus Büchel.

Die zentrale Kundgebung beginnt in Gronau um 14 Uhr vor der UAA in der Röntgenstraße (mit Abstand und Mund-/Nasenschutz). Zuvor startet um 13 Uhr am Bahnhof in Gronau eine Fahrraddemo rund um die UAA. Die direkten Züge aus Münster und Dortmund nach Gronau nehmen Fahrräder zur klimafreundlichen Anreise mit.

Wer nicht mit dem Auto oder Fahrrad kommen kann oder möchte: Wir sind dabei, vom Bahnhof in Gronau für 13.30 Uhr einen Shuttle-Bus zur UAA zu organisieren, der nach der Kundgebung wieder zurück zum Bahnhof fährt.

Karfreitag fiel der Ostermarsch zur UAA Gronau coronabedingt aus. Bitte beteiligt euch jetzt an der Mobilisierung, damit auch die Urananreicherung endlich gestoppt wird. Schön wären z. B. weitere Fahrraddemos aus den umliegenden Städten zur Kundgebung an der UAA. Mit diesem aktiven und Corona-kompatiblen Konzept gab es jüngst sehr gute Erfahrungen in Datteln (Protest gegen Kohlekraftwerk Datteln 4). Wir haben auch schon eine freundliche Zusage für Live-Musik von Gerd Schinkel. Eine Volksküche wird es diesmal nicht geben.

 

Veranstalter: Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

UnterstützerInnen (Stand 16.07.2020): Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, Bundesverband Bürgerinitiati­ven Umweltschutz (BBU), Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Natur- und Umwelt­schutzverein Gronau (NUG), SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.

Initiativen und Organisationen, die diesen Aufruf unterstützen möchten, können dies formlos mitteilen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir freuen uns wie immer über solidarische Unterstützung! Bitte teilt uns auch eure Treffpunkte für Fahrradsternfahrten oder Fahrgemeinschaften zur Veröffentlichung unter https://ostermarsch-gronau.de mit.

Weitere Informationen zum Thema Urananreicherung:

www.sofa-ms.de, www.urantransport.de, https://bbu-online.de

 


 

Download des Aufrufs als PDF

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Pressemitteilung

Heftige Kritik übt die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ an der heute bekannt gegebenen Entscheidung der Bezirksregierung Münster zur Lagerung von „schwach- und mittelradioaktivem Müll“ in Ahaus. Danach soll die ursprünglich für 10 Jahre erteilte und kommende Woche auslaufende Genehmigung bis zum Jahr 2057 verlängert werden. Nach den Leitlinien der Entsorgungskommission ist die Sicherheit der Zwischenlagerung solcher Abfälle nur für einen Zeitraum von 20 Jahren gewährleistet. Größere Zeiträume sind nicht überschaubar. Demnach hätte das 2010 in Betrieb genommene Lager maximal bis 2030 genehmigt werden dürfen.

Bei der Genehmigung bis 2057 geht die BR Münster überdies davon aus, dass die Verbringung des in Ahaus lagernden Mülls in das geplante Endlager Schacht Konrad im Jahr 2027 beginnen könnte und bis 2057 abgeschlossen ist. Dies ist aber reines Wunschdenken, da die Inbetriebnahme von Schacht Konrad, die schon mehrmals verschoben worden ist, mehr denn je fraglich ist.

Außerdem weist die Bürgerinitiative darauf hin, dass das Lager in Ahaus insgesamt nur eine Betriebsgenehmigung bis zum Jahr 2036 hat. „Wir befürchten, dass die jetzige Genehmigung für schwach- und mittelradioaktiven Müll bis 2057 gleichzeitig ein Türöffner für die weitere Umwandlung des Ahauser Zwischenlagers in ein Dauerlager für Atommüll wird“, so BI-Sprecher Hartmut Liebermann.

Die Bürgerinitiative ruft zu einer ersten Protestaktion auf: am Sonntag, dem 26. Juli um 14 Uhr wird es vor dem Lager in Ahaus-Ammeln eine Mahnwache geben.

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Pressemitteilung

Nach viermonatiger Unterbrechung lädt die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" für diese Woche wieder zu einem öffentlichen Stammtisch ein.
Er findet statt in der Gaststätte "Am Schulzenbusch", Hof zum Ahaus 3.

Aber Achtung: Nicht wie in der Regel am Montag, sondern diesmal am Donnerstag, dem 18. Juni!

Beginn ist wie üblich um 20:00 Uhr.

Ein Schwerpunkt des Abends werden Informationen über die Kontroverse mit der Bezirksregierung Münster bezüglich der drohenden Genehmigungsverlängerung für das Atommülllager in Ahaus sein. Beantragt ist eine Lagerdauer für schwach- und mittelradioaktiven Müll bis zum Jahr 2057, weit über das bisher vorgegebene Ende des Lagers hinaus. Besprochen werden soll auch die Organisation des nächsten "Sonntagsspazierganges": Im Gespräch ist die Durchführung einer weiteren Mahnwache in Ahaus.

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Pressemitteilung

Mahnwache am Sonntag, dem 28. Juni 2020

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ e.V. ruft am Sonntag um 14 Uhr zu einer Mahnwache in der Ahauser Innenstadt am „Mahner“ auf.

Nach Informationen der BI-Ahaus ist noch in diesem Jahr mit dem ersten Transport von atombombentauglichem Atommüll aus dem Forschungsreaktor München 2 (FRM II) nach Ahaus zu rechnen! Die Anwälte der Betreiber erwarten noch im 3. Quartal 2020 die Aufbewahrungsgenehmigung vom „Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung“ (BASE). Die erforderliche Beförderungsgenehmigung wird aller Voraussicht nach im 2. Halbjahr 2020 erwartet. Damit soll nach Angabe der Reaktorbetreiber in München noch im 4. Quartal 2020 der erste CASTOR vom Typ MTR3 nah Ahaus kommen.

„Die junge Generation zahlt doppelt titelte die Münsterland Zeitung am Dienstag. Nach Ansicht der BI-Ahaus leben sie in Ahaus zukünftig auch noch mit einen unkalkulierbarem Risiko, wenn sie sich nicht wehren“, so der Sprecher der BI.

Weitere Infos gibt es am Sonntag auf der Kundgebung!

 

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Pressemitteilung

In einer Pressemitteilung vom 19.05. kritisiert die Bezirksregierung (BR) Münster eine Veröffentlichung der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ – zu Unrecht! Der Hintergrund: Die BI hatte einen Aufruf zu Mahnwachen in Ahaus und Münster verfasst. Die Mahnwache in Münster am 19.05. fand vor dem Gebäude der BR statt, weil diese Genehmigungsbehörde in einem laufenden Verfahren ist: dabei wollen die Betreiber des Lagers in Ahaus die im Juli auslaufende Genehmigung für die Lagerung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll (SM-Müll) bis zum Jahr 2057 verlängert haben. Dagegen wehrt sich die BI, weil dieser Zeitraum weit über die genehmigte Betriebszeit für das Zwischenlager Ahaus hinausgeht und erhebliche Probleme der Langzeitlagerung von Atommüll zu befürchten sind. Die BI hat in ihrer Veröffentlichung gleichzeitig Besorgnis über die mangelnde Neutralität der BR als Genehmigungsbehörde geäußert, weil sie auf dem Erörterungstermin im Juni 2019 die BGZ (Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung) als Betreiberin vorgestellt und akzeptiert hatte, obwohl diese die Anlage erst im Januar 2020 übernommen hat. In ihrer Pressemitteilung schreibt die BR nun:
„Tatsächlich hat die BR den Betreiberwechsel zur BGZ bereits 2017 genehmigt, rechtlich erfolgte der Wechsel zum 1. August 2017“. Dies habe die BR während des Erörterungstermins im Juni 2019 deutlich dargestellt.

Es stimmt, dass die BR dies auf dem Erörterungstermin so dargestellt hat. Die Behauptung war jedoch damals genauso falsch wie heute: Im Jahr 2017 hat die BGZ lediglich die Verantwortung für einige Zwischenlager für hochradioaktiven Müll in Deutschland übertragen bekommen. Der hat aber mit dem jetzt laufenden Verfahren überhaupt nichts zu tun. Die BR Münster ist lediglich in die Lagerung von SM-Müll als Genehmigungsbehörde involviert. Und die Verantwortung für diese Lager hat die BGZ auch nach eigenen Angaben erst am 1.1.2020 übernommen.

Auch das Gesetz zur Regelung des Übergangs der Finanzierungs- und Handlungspflichten für die Entsorgung radioaktiver Abfälle der Betreiber von Kernkraftwerken (Entsorgungsübergangsgesetz) klärt die Übernahme der Atommülllager in Deutschland: In Tabelle 2 ist der Betreiberwechsel für das BZA (der Bereich für sonstige radioaktive Abfälle) zum Stichtag 1. Januar 2020 durch Gesetz auf die BGZ festgeschrieben!
(https://www.gesetze-im-internet.de/entsorg_g/index.html)

Wenn die BR MS etwas anderes behauptet, versucht sie, die Öffentlichkeit zu täuschen und die BI-Ahaus zu diskreditieren.

Die Befürchtungen der Bürgerinitiative hinsichtlich der fehlenden Neutralität der BR sind durch deren jüngste Pressemitteilung eher noch gewachsen. Die BI fordert weiterhin, die Lagerung des SM-Mülls in Ahaus keinesfalls bis 2057 zu verlängern. Richtschnur sollten vielmehr die Leitlinien für die Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmentwicklung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom 22. November 2013 sein, wonach die Zwischenlagerung von SM-Müll bis zu 20 Jahren hinreichend sicher sei. Zehn Jahre davon sind bereits abgelaufen, somit wäre eine Verlängerung der Lagerdauer in Ahaus maximal bis 2030 akzeptabel.

 


 

Anlagen als PDF-Dokument:

- Leitlinien für die Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmentwicklung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom 10.06.2013 (Auszug)
- BGZ- Information vom 23.01.2020 (Info für den Rat der Stadt Ahaus)

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Pressemitteilung

 

Der Sonntagsspaziergang, zu dem die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ normalerweise an jedem dritten Sonntag im Monat einlädt, wird in diesem Monat um eine Woche verschoben. Statt am 21. wird er erst am 28. Juni um 14 Uhr stattfinden.

Grund für die Verschiebung: Am 21. Juni ist bereits eine Fahrraddemonstration in Datteln geplant. Dort soll gegen die Inbetriebnahme des neuen Kohlekraftwerkes protestiert werden. Aufgerufen haben „Fridays for Future Datteln“ und das Netzwerk „Datteln IV stoppen wir“. An der Demonstration wollen sich auch etliche Menschen aus Ahaus beteiligen. „Eine echte Energiewende erfordert den Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohletechnologie ebenso wie den aus der gefährlichen Atomenergie“, so H. Liebermann von der Bürgerinitiative. „Deshalb unterstützen wir diese Aktion“.

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Pressemitteilung

Das Bild zeigt TeilnehmerInnen der Mahnwache am Sonntag (17. Mai 2020)
Foto mit freundlicher Genehmigung bereitgestellt von W. Thiel

Über 50 Menschen beteiligten sich gestern an einer Mahnwache im Zentrum von Ahaus. Aufgerufen dazu hatte die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“. Hauptanlass: Die drohende Verlängerung der Genehmigung zur Lagerung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll in Ahaus, die am 20. Juli ausläuft. Beantragt ist die Verlängerung bis zum Jahr 2057. Dies geht weit über die 40jährige Genehmigung für das Ahauser Atommüll-Lager, die 2036 endet, hinaus. Faktisch würde das Zwischenlager so zu einem Dauerlager umgewandelt werden. Dagegen wehren sich Ahaus, das Münsterland und besonders die Bürgerinitiative.

Genehmigungsbehörde für die Verlängerung ist die Bezirksregierung Münster. Deshalb wird die Bürgerinitiative morgen erneut eine Mahnwache durchführen, diesmal vor dem Gebäude der Bezirksregierung in Münster am Domplatz.
Wegen der Corona-Pandemie werden die Teilnehmenden Mundschutz tragen und Sicherheitsabstände einhalten.

Zeitpunkt für die Mahnwache: Dienstag, 19. Mai, 12 – 13 Uhr.

 

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