Quicklink: Lesenswertes
Quicklink: Aktuell geplante Demonstrationen
Nach OVG-Beschluss 1. Castor Jülich-Ahaus schon nächste Woche?
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Pressemitteilung, Ahaus/Jülich, 3. März 2026
Anti-Atom-Initiativen intensivieren Proteste:
- 7. März: 54 Organisationen rufen zu Demo in Ahaus auf
- 9. März: Mahnwache zu Reul-Besuch in Ahaus-Ottenstein
„Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn“
Mit großer Enttäuschung reagieren die Anti-Atomkraft-Initiativen in NRW auf die negative Entscheidung des OVG Berlin-Brandenburg auf eine Eilklage des BUND NRW gegen den Sofortvollzug der Transportgenehmigung für die 152 Castoren. Diese sollen vom Forschungszentrum Jülich über 170 km in einem jahrelangen, sinnlosen und hochgefährlichen Autobahn-Marathon ins Zwischenlager Ahaus transportiert werden. Die Initiativen rechnen nun schon in der nächsten oder übernächsten Woche mit dem ersten Castor-Transport. Sie kündigen deshalb eine Intensivierung und Ausweitung ihrer Proteste an:
- Mittlerweile 54 Initiativen, Verbände und Parteien rufen für jetzt Samstag, 7. März, in Ahaus zu einer großen Protest-Demonstration auf. Auftakt ist um 11.30 Uhr vor dem Rathaus in Ahaus. Danach geht es zur Castor-Strecke Richtung Zwischenlager.
- Für Montag, 9. März, hat die BI „Kein Atommüll in Ahaus“ zudem ab 19.15 Uhr eine Mahnwache in Ahaus-Ottenstein, Ecke Im Garbrock/Solmsstraße, aus Anlass eines Besuchs von NRW-Innenminister Herbert Reul angemeldet. Der Innenminister hat wie zuvor schon Ministerpräsident Hendrik Wüst und seine Stellvertreterin Mona Neubaur eine Gesprächseinladung der Anti-Atom-Initiativen ausgeschlagen. Nun wird er vor seiner Lesung mit Protest empfangen.

Atommülltransporte nach Ahaus sind Reise ohne Ziel
„Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn. Daran ändert auch der OVG-Beschluss nichts. Und das Zwischenlager in Ahaus bringt keinen Sicherheitsgewinn. Auch dort läuft die Genehmigung bereits 2036 aus. Deshalb fordern wir weiterhin eine politische Lösung zwischen Bundes- und NRW- Landesregierung, die eine möglichst sichere Weiterlagerung des Atommülls in Jülich ermöglicht. Anstatt den ersten Castor-Transport mit einem erheblichen Polizeiaufwand über die maroden Autobahnen zu jagen, sollten alle Beteiligten endlich zurück an den Verhandlungstisch. Wenn NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wirklich auf jeden Castor gut verzichten kann, wie er letzten Sommer gesagt hat, dann muss er jetzt endlich die Initiative ergreifen, um die hochriskante Atommüll-Lawine für NRW zu verhindern. Es ist zudem ein Unding, dass die NRW- Landesregierung jeder Art von Gespräch mit der Bevölkerung in Ahaus aus dem Weg geht. Das ist Politik vom hohen Ross“, erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Jens Dütting von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ gemeinsam.
Breites Spektrum ruft zur Demo am 7. März in Ahaus auf
„Zur Demo am 7. März in Ahaus ruft ein breites Spektrum von Anti-Atomkraft- Initiativen, Umweltverbänden, Klimagruppen, Kirchen und Parteien auf. Wir rechnen zudem damit, dass sich die Proteste deutlich vergrößern werden, sobald Bundes- und NRW-Landesregierung tatsächlich mit dem jahrelangen Transport der 152 Castor- Behälter aus Jülich nach Ahaus starten, denn es handelt sich um die größte und längste Transportserie von hochradioaktivem Atommüll in der Geschichte der Bundesrepublik. Zudem wartet schon hochradioaktiver Atommüll aus Garching bei München sowie aus Berlin im Hintergrund. Es ist deshalb absolut unverständlich, warum von der NRW-Landesregierung so wenig zu hören ist“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
50 Organisationen rufen zu Anti-Atom-Demo in Ahaus auf: 7. März, 11.30 Uhr ab Rathaus Ahaus
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner:innen im Emsland
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Pressemitteilung, Ahaus/Jülich/Gronau/Lingen, 25. Februar 2026
Keine Atommüll-Transporte von Jülich und Garching nach Ahaus
Uranfabriken in Gronau und Lingen stilllegen
Bereits 50 Organisationen rufen für Samstag, den 7. März, zu einer Anti-Atom- Demonstration in Ahaus auf. Sie untermauern damit ihre Forderung nach einem Verzicht auf den Transport des hochradioaktiven Atommülls aus dem Forschungszentrum Jülich und dem Forschungsreaktor Garching ins Zwischenlager Ahaus. Atommüll soll nur noch einmal transportiert werden, nämlich in ein Endlager. Bis dahin muss eine möglichst sichere Zwischenlagerung erfolgen. Derzeit klagt noch der BUND NRW vor dem OVG Berlin-Brandenburg gegen den Sofortvollzug der Transportgenehmigung.
Zugleich fordern die 50 Organisationen in ihrem Demo-Aufruf die Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau und der Brennelementefabrik Lingen. Erst vor wenigen Tagen hatte die Bundesregierung nach Medienberichten den Einstieg des Kreml-Atomkonzerns Rosatom in die Brennelementefertigung im Emsland befürwortet. In Gronau und Lingen wird ungeachtet des bundesdeutschen Atomausstiegs weiterhin Kernbrennstoff für den Einsatz in Atomkraftwerken rund um den Globus hergestellt. Die Anti-Atomkraft-Initiativen in NRW und dem Emsland kritisieren deshalb scharf die Bundesregierung für ihre verfehlte und sicherheitsgefährdende Atompolitik.
Mit Nachdruck wehren sich die Initiativen und Verbände gegen die drohenden Castor-Atommüll-Transporte von Jülich und Garching nach Ahaus, die per LKW auf der Autobahn quer durch das Land rollen sollen:
Atommülltransporte nach Ahaus sind Reise ohne Ziel
„Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn. Und das Zwischenlager in Ahaus bringt keinen Sicherheitsgewinn. Auch dort läuft die Genehmigung bereits 2036 aus. Deshalb fordern wir weiterhin eine politische Lösung zwischen Bundes- und NRW-Landesregierung, die eine möglichst sichere Weiterlagerung des Atommülls in Jülich ermöglicht. Anstatt den ersten Castor-Transport mit einem erheblichen Polizeiaufwand vorzubereiten, sollten alle Beteiligten endlich zurück an den Verhandlungstisch. Wenn NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wirklich auf jeden Castor gut verzichten kann, wie er letzten Sommer gesagt hat, dann muss er jetzt endlich die Initiative ergreifen, um die hochriskante Atommüll-Lawine für NRW zu verhindern“, erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ gemeinsam.
15 Jahre nach Fukushima: Atomausstieg vollenden
„15 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist der bundesdeutsche Atomausstieg am Münsterland und Emsland vorbeigegangen. Sinnlose und gefährliche Atommüll-Verschiebung von einem Zwischenlager in ein anderes und der Weiterbetrieb der zwei Uranfabriken in Gronau und Lingen sind das Gegenteil von Atomausstieg. Und wenn jetzt noch der Kreml-Atomkonzern Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen mit eingebunden werden soll, wird eine Grenze überschritten. Wir fordern die Vollendung des bundesdeutschen Atomausstiegs – und das heißt Stilllegung der beiden Atomanlagen in Gronau und Lingen. Wir brauchen eine Intensivierung der Energiewende“, ergänzte Jens Dütting vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Breites Spektrum ruft zur Demo am 7. März in Ahaus auf
„Zur Demo am 7. März in Ahaus ruft inzwischen ein breites Spektrum von Anti- Atomkraft-Initaitiven, Umweltverbänden, Klimagruppen, Kirchen und Parteien auf. Wir rechnen zudem damit, dass sich die Proteste deutlich vergrößern werden, falls Bundes- und NRW-Landesregierung tatsächlich mit dem jahrelangen Transport der 152 Castor-Behälter aus Jülich nach Ahaus starten sollten. Das wäre die größte Transportserie von hochradioaktivem Atommüll in der Geschichte der Bundesrepublik. Es ist deshalb absolut unverständlich, warum von der NRW- Landesregierung so wenig zu hören ist“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Stadtrat Münster gegen Castor- und Urantransporte: Parteiübergreifende Ratsresolution verabschiedet
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
BI „Kein Atommüll in Ahaus“
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Pressemitteilung, Münster, 12. Februar 2026
„Politisches Signal an Bundes- und Landesregierung“
Auch Stilllegung von Atomanlagen in Gronau und Lingen gefordert
Mit einem wegweisenden und weitreichenden Beschluss hat sich gestern Abend der Rat der Stadt Münster mit den Stimmen von Grünen, SPD, Volt, Linken, ÖDP und Die Partei gegen neue Castor-Transporte von Jülich und Garching nach Ahaus sowie gegen weitere Urantransporte von und zur Urananreicherungsanlage Gronau ausgesprochen, die regelmäßig Münsteraner Stadtgebiet passieren. In der mit breiter Mehrheit verabschiedeten Resolution wird auch die Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen sowie des Forschungsreaktors Garching bei München gefordert, um die Produktion von neuem Atommüll zu vermeiden. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, diese politische Positionierung den zuständigen Behörden und Unternehmen mitzuteilen. Die Resolution geht auf eine „Bürgeranregung“ der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster zurück.
„Wir freuen uns sehr, dass der Münsteraner Stadtrat mit breiter Mehrheit Stellung gegen die gefährlichen Castor- und Urantransporte bezogen hat. Auch drei Jahre nach Abschaltung des letzten deutschen Atomkraftwerks gibt es im Münsterland und im benachbarten Emsland noch immer Atomfabriken, die beständig neuen Atommüll produzieren. Münster und das Münsterland sind durch regelmäßige Atomtransporte davon stark betroffen. Eine sichere Endlagermöglichkeit gibt es nicht. Deshalb ist auch die Ablehnung der Castor-Transporte ins Zwischenlager Ahaus nur konsequent,“ erklärte Peter Bastian von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomaustieg) Münster.
„In Ahaus freuen wir uns natürlich sehr über die politische Unterstützung aus Münster. Die Ratsentscheidung zeigt, dass die ungelöste Atommüll-Problematik nicht nur eine Frage für die Städte mit einem Zwischenlager ist. Die ungeklärte Atommüll- Frage betrifft durch die Atommülltransporte ganz viele Städte. Wir setzen darauf, dass sich auch andere Kommunen nun ähnlich positionieren. Ohne eine Klärung der Endlagerfrage machen Atommülltransporte von A nach B keinen Sinn“, so Jens Dütting von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.
„Der wegweisende Beschluss in Münster zeigt, dass auch in schwierigen Zeiten parteiübergreifende Zusammenarbeit möglich ist. Es ist nun an der Bundes- und Landesregierung, endlich den Stecker zu ziehen und die 152 Castor-Transporte mit hochradioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus sowie die ebenfalls geplanten Atommülltransporte von Garching nach Ahaus abzusagen. Auch die längst überfällige Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefabrik Lingen sowie des Forschungsreaktors in Garching gehört endlich wieder auf die politische Agenda“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
„Der wegweisende Beschluss in Münster zeigt, dass auch in schwierigen Zeiten parteiübergreifende Zusammenarbeit möglich ist. Es ist nun an der Bundes- und Landesregierung, endlich den Stecker zu ziehen und die 152 Castor-Transporte mit hochradioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus sowie die ebenfalls geplanten Atommülltransporte von Garching nach Ahaus abzusagen. Auch die längst überfällige Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefabrik Lingen sowie des Forschungsreaktors in Garching gehört endlich wieder auf die politische Agenda“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Einladung zum öffentlichen Stammtisch der BI Ahaus
Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" lädt ein zu ihrem nächsten öffentlichen Stammtisch. Er findet statt am Montag, dem 23. Februar, ab 19 Uhr im Büro der Bürgerinitiative, Bahnhofstr. 27.
Wichtigster vorgesehener Diskussionspunkt: Die für den 7.3. geplante Demonstration gegen die drohenden Atommüll-Transporte aus Jülich (11.30 ab Rathaus), zu der inzwischen 40 Organisationen aufrufen.
21. Februar: Mahnwache Jülich
Am Samstag, 21. Februar, findet von 14-16 Uhr in Jülich auf der Castor-Strecke vom Forschungszentrum zur A44 an der B56 in Neubourheim vor dem ehemaligen Restaurant „Königshäuschen“ eine Castor-Mahnwache des Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich statt. Es gibt eine kleine Volxküche.
Alle Infos zur Mahnwache unter:
https://www.westcastor.org/
Stadtrat Münster gegen Castor- und Urantransporte: Parteiübergreifende Ratsresolution verabschiedet
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
BI „Kein Atommüll in Ahaus“
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Pressemitteilung, Münster, 12. Februar 2026
„Politisches Signal an Bundes- und Landesregierung“
Auch Stilllegung von Atomanlagen in Gronau und Lingen gefordert
Mit einem wegweisenden und weitreichenden Beschluss hat sich gestern Abend der Rat der Stadt Münster mit den Stimmen von Grünen, SPD, Volt, Linken, ÖDP und Die Partei gegen neue Castor-Transporte von Jülich und Garching nach Ahaus sowie gegen weitere Urantransporte von und zur Urananreicherungsanlage Gronau ausgesprochen, die regelmäßig Münsteraner Stadtgebiet passieren. In der mit breiter Mehrheit verabschiedeten Resolution wird auch die Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen sowie des Forschungsreaktors Garching bei München gefordert, um die Produktion von neuem Atommüll zu vermeiden. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, diese politische Positionierung den zuständigen Behörden und Unternehmen mitzuteilen. Die Resolution geht auf eine „Bürgeranregung“ der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster zurück.
„Wir freuen uns sehr, dass der Münsteraner Stadtrat mit breiter Mehrheit Stellung gegen die gefährlichen Castor- und Urantransporte bezogen hat. Auch drei Jahre nach Abschaltung des letzten deutschen Atomkraftwerks gibt es im Münsterland und im benachbarten Emsland noch immer Atomfabriken, die beständig neuen Atommüll produzieren. Münster und das Münsterland sind durch regelmäßige Atomtransporte davon stark betroffen. Eine sichere Endlagermöglichkeit gibt es nicht. Deshalb ist auch die Ablehnung der Castor-Transporte ins Zwischenlager Ahaus nur konsequent,“ erklärte Peter Bastian von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomaustieg) Münster.
„In Ahaus freuen wir uns natürlich sehr über die politische Unterstützung aus Münster. Die Ratsentscheidung zeigt, dass die ungelöste Atommüll-Problematik nicht nur eine Frage für die Städte mit einem Zwischenlager ist. Die ungeklärte Atommüll- Frage betrifft durch die Atommülltransporte ganz viele Städte. Wir setzen darauf, dass sich auch andere Kommunen nun ähnlich positionieren. Ohne eine Klärung der Endlagerfrage machen Atommülltransporte von A nach B keinen Sinn“, so Jens Dütting von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.
„Der wegweisende Beschluss in Münster zeigt, dass auch in schwierigen Zeiten parteiübergreifende Zusammenarbeit möglich ist. Es ist nun an der Bundes- und Landesregierung, endlich den Stecker zu ziehen und die 152 Castor-Transporte mit hochradioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus sowie die ebenfalls geplanten Atommülltransporte von Garching nach Ahaus abzusagen. Auch die längst überfällige Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefabrik Lingen sowie des Forschungsreaktors in Garching gehört endlich wieder auf die politische Agenda“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Am Samstag, 7. März, findet im Vorfeld des 15. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Fukushima in Ahaus eine neue Anti-Atom-Demo statt, zu der bereits mehr als 25 Organisationen aufrufen. Auftakt wird um 11.30 Uhr vor dem Rathaus in Ahaus sein.
Erfolgreiche Demo Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
BUND NRW
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Pressemitteilung, Bottrop, 24. Januar 2026
„Keine Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus − hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn“
OVG Berlin-Brandenburg: „Kein Castor vor Beschluss zu BUND-Klage“
Heute demonstrierten rund 130 Atomkraftgegner:innen am Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd gegen die angekündigten 152 Atommülltransporte vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus. Die Demo stand unter dem Motto „Keine Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus – hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn“. Mit der Demo erneuern die Anti-Atom- Organisationen aus dem Münsterland und dem Rheinland zusammen mit dem BUND NRW und dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) ihre Forderung an die NRW-Landesregierung und die Bundesregierung, auf die gefährlichen Atommülltransporte über die maroden Autobahnen und Brücken zu verzichten. Stattdessen fordern sie eine Weiterlagerung des hochradioaktiven Atommülls in Jülich bis zum Bau eines Endlagers.
Die Auftaktkundgebung fand in Bottrop-Fuhlenbrock unmittelbar neben dem Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd an der Kreuzung Oberhausener Straße / Hanielstr. / Im Fuhlenbrock statt. Danach ging es durch das angrenzende Wohnviertel und schließlich über zwei Autobahnbrücken. Am Donnerstag hatte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen in einem Eilverfahren entschieden, dass die beiden Autobahnbrücken ungehindert genutzt werden können (Aktenzeichen 14 L 102/26) und den ablehnenden Bescheid der Kreispolizei Recklinghausen als rechtswidrig eingestuft.
Auf der Demo sprachen unter anderem Vertreter:innen des BUND NRW, des Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich sowie der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“. Auch lokale Politiker:innen aus Bottrop sowie des Bündnisses zum Erhalt des Sterkrader Waldes an der A2 in Oberhausen kamen zu Wort. Aktuell klagt der BUND NRW vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gegen den Sofortvollzug der Castor-Transportgenehmigung.
„Wir freuen uns sehr, dass sich jetzt in Bottrop an der 170 Kilometer langen Autobahnstrecke zwischen Jülich und Ahaus Protest regt. Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn und jahrelange Castor-Transporte bringen keine Lösung der Atommüllprobleme. Deshalb fordern wir erneut nachdrücklich ein politisches Umdenken, das zu einer Weiterlagerung des Atommülls in Jülich führt. Dort muss vor Ort eine angemessene Lagermöglichkeit für die nächsten Jahrzehnte geschaffen werden“, erklärten gemeinsam Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Jens Dütting von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.
„Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg geht davon aus, dass die CASTOR- Transporte bis zur Entscheidung des Gerichts nicht starten – jetzt wird sich zeigen, ob Politik und Behörden Recht und Sicherheit ernst nehmen. Wir demonstrieren, weil genau das nicht dem stillen Vertrauen überlassen werden darf. Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Straße, solange Gerichte noch prüfen und Sicherheitsfragen offen sind. Unsere Präsenz hier in Bottrop ist der notwendige Druck, damit Verantwortung nicht weggeschoben wird“, erklärte Kerstin Ciesla, die stellvertretende Landesvorsitzende des BUND NRW.
2025: 50 Prozent mehr verdächtige Drohnensichtungen in NRW
Für die Anti-Atomkraft-Organisationen wird immer deutlicher, wie brisant diese Atommülltransporte tatsächlich sind: Marode Autobahnen und Brücken, schwere Unfälle, sicherheitstechnisch brisante Baustellen und allein in 2025 rund 50 Prozent mehr verdächtige Drohnensichtungen in NRW sprechen eine deutliche Sprache. Sich umfassend gegen diese realen Gefahren und Risiken zu wappnen, ist ein nahezu aussichtsloses Unterfangen. Zudem sieht es auch am Zielort Ahaus nicht besser aus, da die Genehmigung dort auch schon 2036 ausläuft. Diese Castor-Transporte sind eine Reise ohne Ziel.
Castor-Transporte sind Reise ohne Ziel
„Mit der Demo in Bottrop haben wir sowohl die Anwohner:innen über die erheblichen Gefahren durch die Atommülltransporte informiert, aber auch auf das offensichtliche, sicherheitstechnische Nadelöhr auf der A2 aufmerksam gemacht. Die Großbaustelle zwischen Oberhausen und Bottrop führt zu Fahrbahnverengungen, sodass ein seitlicher Schutz der Castor-LKW nicht möglich ist. Weiträumige und personalintensive Absperrungen sind zu erwarten. Von daher sind wir mit der Gewerkschaft der Polizei einer Meinung, dass die Castor-Pläne auf den Autobahnen „Wahnsinn“ und eine „sinnlose Mammutaufgabe“ sind“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Aktuell haben die Anti-Atomkraft-Organisationen zudem an NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) sowie Innenminister Herbert Reul (CDU) geschrieben, weil sie von der NRW- Landesregierung eine neue politische Initiative zur Verhinderung der Castor- Transporte fordern. Antworten stehen noch aus.
Für den 7. März bereiten die Anti-Atomkraft-Organisationen bereits die nächste Demo in Ahaus vor. Die Auftaktkundgebung beginnt um 11.30 Uhr vor dem Rathaus in Ahaus.
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Lesenswertes
Stellungnahmen & Infos

- "Brandbrief 2.0" an den Ministerpräsidenten des Landes NRW H. Wüst und Ministerin M. Neubaur vom 28. August 2025
- Stellungnahme der BI “Kein Atommüll in Ahaus” zur geplanten Langzeit-Lagerung von hochradioaktiven Brennelementen in Ahaus
- Was geschieht mit den Kugel-Brennelementen aus dem stillgelegten AVR Jülich? Der aktuelle Sachstand (21.03.2025)
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Atommüll-Transporte stoppen: Petition von ausgestrahlt.de gegen Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus
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