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Seit 25 Jahren findet an fast jedem 3. Sonntag im Monat der so genannte Sonntagsspaziergang in Ahaus statt. Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ e.V. als Veranstalter nutzte ihn seitdem, um Informationen an die Ahauser Bevölkerung zu verbreiten, um Warnungen und Forderungen aufzustellen. Im Mittelpunkt stand stets der Widerstand gegen Castor-Transporte nach Ahaus, aber auch generell die Forderung nach dem Ausstieg aus der Atomenergie, der nach der Katastrophe von Fukushima endlich eingeleitet wurde. In ruhigen Zeiten nehmen oft nur einige Dutzend Menschen am Sonntagsspaziergang teil. Aber immer, wenn ein akutes Problem den Menschen auf den Nägeln brannte, wuchs die Zahl auf mehrere Hundert oder gelegentlich auch über Tausend Menschen an.

Trotz des eingeleiteten Atomausstiegs bleiben aktuelle Bedrohungen, z.B. die geplanten Atommülltransporte aus Jülich und Garching nach Ahaus. Manches bleibt auch unerklärlich, wie z.B. Atommülltransporte von unterschiedlichen Standorten nach Ahaus, obwohl diese Standorte über eigene Zwischenlagerkapazitäten vor Ort verfügen. Da zeigt sich, dass mit der weitgehenden Übernahme der Gesellschaft für Nuklearservice durch die BGZ (Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH) gleichzeitig der gesamte Filz der Atomwirtschaft in Bundeseigentum übergegangen ist. Wohl wissend, dass die Endlager weder zeitgerecht noch mit der erforderlichen Aufnahmekapazität zur Verfügung stehen, wird mit Duldung bzw. Förderung zuständiger Ämter der Atommüll vor der eigenen Haustür entfernt und nach Ahaus verschoben! Gleichzeitig wird die schleichende Umwandlung des Zwischenlagers Ahaus in ein Endloslager betrieben. Auch die Forderungen Ewiggestriger nach neuen „sauberen Atomkraftwerken“ sehen wir sehr kritisch. Da kommen über 50 Jahre alte Entwürfe als super umweltfreundlich auf den Tisch, obwohl weltweit keines dieser Kraftwerke je gebaut wurde. Verschwiegen wird dabei, dass auch diese Kraftwerke Atommüll produzieren und nebenbei auch noch eine Wiederaufarbeitungsanlage benötigen. Bleibt abzuwarten, wer als erster dem Bau einer solchen Atomanlage in seiner Nachbarschaft gegenüber dem Bau eines Windrades den Vorzug gibt.

Daher ist der Widerstand gegen die Atomenergie notwendiger denn je. Und auch die Sonntagsspaziergänge in Ahaus verlieren nichts an ihrer Aktualität.

Atomausstieg bleibt Handarbeit!
Die BI „Kein Atommüll in Ahaus“ wünscht sich daher Unterstützung und Mitarbeit. Es gibt viele Möglichkeiten, die BI und die Stadt Ahaus vor der unsicheren und unendlich langen Lagerung von Atommüll zu beschützen. „Dazu gehört unbedingt auch unsere Präsenz auf der Straße“, so der Vorsitzende der BI-Ahaus. „Deshalb hoffen wir auch, dass zum Jubiläumsspaziergang am 15. Dezember viele Menschen ihre Solidarität zeigen“.

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