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Ahaus, den 12.11.19

Am 17. November findet wieder der monatliche Sonntagsspaziergang gegen Atommüll-Transporte statt. Zur Teilnahme ruft wie üblich die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ auf. Veranstaltungsort und –zeitpunkt sind diesmal jedoch anders als sonst: Der Spaziergang findet als Kundgebung vor der Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau statt. Beginn ist bereits um 13 Uhr.

Der Grund für diese ungewöhnliche Terminierung: Wie erst kürzlich bekannt geworden ist, finden bereits seit drei Jahren wieder regelmäßige Atommüll-Transporte nach Russland statt (vgl. „Westpol“, WDR 10.11.19). Dabei geht es um abgereichertes Uranhexafluorid (UF6), das aus der UAA in Gronau stammt. Ein weiterer Transport aus Gronau ist für kommenden Montag geplant. Dagegen soll auf der Kundgebung am Sonntag protestiert werden. Neben dem Arbeitskreis Umwelt Gronau rufen auch das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und andere Umweltorganisationen zur Teilnahme auf. Die Ahauser Bürgerinitiative unterstützt diese Protestaktionen und hat deshalb ihren Sonntagsspaziergang nach Gronau verlegt.
„Atommüll-Export ist keine verantwortbare Lösung des nach wie vor offenen Entsorgungsproblems. Und schon gar nicht nach Russland, wo der Atommüll völlig ungesichert unter freiem Himmel herumliegt“, so Hartmut Liebermann von der BI Ahaus.

Auf der Kundgebung in Gronau wird auch Vladimir Slyviak von der russischen Umweltorganisation „Ecodefense“ sprechen. Greenpeace Russland versucht derweilen, gerichtlich gegen die Transporte aus Gronau vorzugehen, die ihrer Auffassung nach nicht mit russischem Recht vereinbar sind. „Unsere Solidarität gilt auch der russischen Umweltbewegung, die unter viel schwierigeren Bedingungen als wir arbeiten muss. Wir in Ahaus haben das bereits vor 10 Jahren getan, als wir die damals geplanten Transporte von Ahaus ins russische Majak erfolgreich verhindert haben“, so BI-Vorsitzender Heiner Möllers: „Wir hoffen deshalb, dass auch jetzt viele Menschen aus Ahaus mit nach Gronau kommen.“

Die BI organisiert Mitfahrgelegenheiten zu der Kundgebung. Treffpunkt ist am Sonntag um 12.15 Uhr gegenüber dem Ahauser Bahnhof (Parkplatz vor der ehemaligen Post).

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Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" e.V. lädt ein:

Autorenlesung mit Diskussion am 5.11.2019 Ahaus
Villa van Delden um 19.00 Uhr

Wolfgang Ehmke ist Mitbegründer unserer Schwester-BI in Gorleben und seit vielen Jahren deren sachkundiger Pressesprecher.

Er möchte als Autor sein Buch vorstellen und danach mit uns über die Probleme beim Umgang mit dem Atommüll und besonders auch über Mängel bei bei der Endlagersuche sprechen.

"Eine gute Gelegenheit, um in einem Abend viele Risiken und Schwächen beim Umgang mit dem Atommüll zu erkennen", so Felix Ruwe, der Sprecher der BI-Ahaus.

Wolfgang Ehmke: „Der Kastor kommt!“

Die „fünfte Jahreszeit“, in der es im Herbst noch einmal richtig grün vor lauter Uniformen und schwerem Gerät wurde, hat sich in das kollektive Gedächtnis vieler Generationen im Wendland eingebrannt. Gorleben war jahrzehntelang der soziale Ort, an dem bei jedem Castortransport das Ende der Atomkraft auf der Straße „verhandelt“ wurde.

Das Gorleben-Kapitel ist auch 8 Jahre nach dem letzten Castor-Transport in das Elbdorf noch lange nicht abgeschlossen. Der geologisch fragwürdige Salzstock Gorleben-Rambow wird als Endlager durch ein neues Suchverfahren hindurchgeschleppt.

Auch Castortransporte selbst gehören nicht der Vergangenheit an. Höchst umstritten, aber noch lange nicht vom Tisch, sind Transporte aus Jülich und Garching in das Gorleben - baugleiche Lager in Ahaus. 150 Behälter mit verpressten Brennelementhülsen aus der Wiederaufarbeitung in La Hague sollen ebenso nach Ahaus verfrachtet werden, obwohl die Lagergenehmigung dort im Jahr 2036 ausläuft.

Ab 2020 sind auch Transporte aus La Hague bzw. der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield geplant - zunächst nach Biblis, später dann auch nach Philippsburg, Brokdorf und Isar, um dort „kraftwerksnah“ gelagert zu werden. Eine weitere Einlagerung in Gorleben, wo bereits 113 Behälter stehen, wurde nämlich gesetzlich verboten. Vielleicht nur, um den Widerstand gegen das geplante Endlager im Salzstock Gorleben-Rambow einzulullen.

Wolfgang Ehmke, langjähriger Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz, hat, wie viele Bewegte und Unentwegte, eine besondere Beziehung zum „Kastor“. Er hat einen Beziehungsroman geschrieben und wird in Dannenberg, Bonn, Ahaus und Köln besondere Erlebnisse der einstigen „Castor-Zeit“ vortragen.

Sein „Held“ pendelt zwischen dem Schanzenviertel in Hamburg und dem Wendland hin und her. In seinen Träumen wirkt das Aktionsgeschehen rund um den Castortransport 2011 nach. Zugleich ist es eine tragisch-komische Liebesgeschichte, denn er verguckt sich in eine junge Künstlerin, muss aber erfahren, dass diese Dorothea ein Verhältnis mit seinem besten Kumpel hat. Unmerklich steuert Robert, der „Held“, auf eine persönliche Katastrophe zu.

Personen und Spielorte sind kunstvoll miteinander verwoben. Kaum merklich hat der Autor die Akzente verschoben, es ist auch ein Abschied von der Stadt, eine Hinwendung zum Land. Der gehetzte „Held“ hält sich an den ironischen Ausrufezeichen fest und sieht sich am Ende gerettet.

Ob das letztlich für den Gorleben-Konflikt in ähnlich tragisch-komischer Form gelten wird?

Was bleibt ist die anhaltende Debatte um die Atommülllagerung.

  • Sonntag, den 3.11. um 16.30 Uhr im „Sprechzimmer“ in Dannenberg
  • Montag, den 4.11. um 18 Uhr in Bonn, in der Bundeszentrale für politische Bildung Adenauerallee 86, 53113 Bonn
  • Dienstag, den 5.11. um 19 Uhr in der Villa van Delden, Bahnhofstraße 91, 48683 Ahaus
  • Mittwoch, den 6.11. um 19 Uhr in der Bürgerstube des Vereins Ein Raum für Mülheim!, Von-Sparr-Straße 56, 51063 Köln

Das Buch kostet 8.90€, hat 130 Seiten und ist im Köhring-Verlag Lüchow unter der ISBN 978-3-926322-72-2 erschienen.
Direktversand auch über die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg https://www.bi-luechow-dannenberg.de/produkt-kategorie/infomaterial/

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher der BI Lüchow-Dannenberg

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Wolfgang Ehmke: „Der Kastor kommt!“

Die „fünfte Jahreszeit“, in der es im Herbst noch einmal richtig grün vor lauter Uniformen und schwerem Gerät wurde, hat sich in das kollektive Gedächtnis vieler Generationen im Wendland eingebrannt. Gorleben war jahrzehntelang der soziale Ort, an dem bei jedem Castortransport das Ende der Atomkraft auf der Straße „verhandelt“ wurde.

Das Gorleben-Kapitel ist auch 8 Jahre nach dem letzten Castor-Transport in das Elbdorf noch lange nicht abgeschlossen. Der geologisch fragwürdige Salzstock Gorleben-Rambow wird als Endlager durch ein neues Suchverfahren hindurchgeschleppt.

Auch Castortransporte selbst gehören nicht der Vergangenheit an. Höchst umstritten, aber noch lange nicht vom Tisch, sind Transporte aus Jülich und Garching in das Gorleben - baugleiche Lager in Ahaus. 150 Behälter mit verpressten Brennelementhülsen aus der Wiederaufarbeitung in La Hague sollen ebenso nach Ahaus verfrachtet werden, obwohl die Lagergenehmigung dort im Jahr 2036 ausläuft.

Ab 2020 sind auch Transporte aus La Hague bzw. der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield geplant - zunächst nach Biblis, später dann auch nach Philippsburg, Brokdorf und Isar, um dort „kraftwerksnah“ gelagert zu werden. Eine weitere Einlagerung in Gorleben, wo bereits 113 Behälter stehen, wurde nämlich gesetzlich verboten. Vielleicht nur, um den Widerstand gegen das geplante Endlager im Salzstock Gorleben-Rambow einzulullen.

Wolfgang Ehmke, langjähriger Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz, hat, wie viele Bewegte und Unentwegte, eine besondere Beziehung zum „Kastor“. Er hat einen Beziehungsroman geschrieben und wird in Dannenberg, Bonn, Ahaus und Köln besondere Erlebnisse der einstigen „Castor-Zeit“ vortragen.

Sein „Held“ pendelt zwischen dem Schanzenviertel in Hamburg und dem Wendland hin und her. In seinen Träumen wirkt das Aktionsgeschehen rund um den Castortransport 2011 nach. Zugleich ist es eine tragisch-komische Liebesgeschichte, denn er verguckt sich in eine junge Künstlerin, muss aber erfahren, dass diese Dorothea ein Verhältnis mit seinem besten Kumpel hat. Unmerklich steuert Robert, der „Held“, auf eine persönliche Katastrophe zu.

Personen und Spielorte sind kunstvoll miteinander verwoben. Kaum merklich hat der Autor die Akzente verschoben, es ist auch ein Abschied von der Stadt, eine Hinwendung zum Land. Der gehetzte „Held“ hält sich an den ironischen Ausrufezeichen fest und sieht sich am Ende gerettet.

Ob das letztlich für den Gorleben-Konflikt in ähnlich tragisch-komischer Form gelten wird?

Was bleibt ist die anhaltende Debatte um die Atommülllagerung.

  • Sonntag, den 3.11. um 16.30 Uhr im „Sprechzimmer“ in Dannenberg
  • Montag, den 4.11. um 18 Uhr in Bonn, in der Bundeszentrale für politische Bildung Adenauerallee 86, 53113 Bonn
  • Dienstag, den 5.11. um 19 Uhr in der Villa van Delden, Bahnhofstraße 91, 48683 Ahaus
  • Mittwoch, den 6.11. um 19 Uhr in der Bürgerstube des Vereins Ein Raum für Mülheim!, Von-Sparr-Straße 56, 51063 Köln

Das Buch kostet 8.90€, hat 130 Seiten und ist im Köhring-Verlag Lüchow unter der ISBN 978-3-926322-72-2 erschienen.
Direktversand auch über die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg https://www.bi-luechow-dannenberg.de/produkt-kategorie/infomaterial/

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Ahaus, den 20.10.19

Pressemitteilung

Rund 30 Teilnehmer trotzten dem Regen und verfolgten die Redebeiträge zur geplanten weiteren Atommülllagerung in Ahaus, zu künftigen Kundgebungen gegen die Atompolitik und zum Klimawandel bzw. Atomkraftwerken als angeblich CO2-freie Stromerzeuger.

Nachdem die Bezirksregierung Münster das Wortprotokoll als Niederschrift über den Erörterungstermin für das Genehmigungsverfahren zum Umgang mit sonstigen radioaktiven Stoffen im Zwischenlager Ahaus am 4. und 5. Juni 2019 veröffentlicht hat, sind nun auch die wesentlichen Mängel und Kritikpunkte der BI schriftlich dokumentiert.

Besonders übel ist dabei die Absicht der BGZ (Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH) und der Brennelement-Zwischenlager Ahaus GmbH, im Jahr 2019 noch 100 Konrad V – Container aus unterschiedlichen Kraftwerken in Ahaus einzulagern. So verfügt z. B. das Kraftwerk Unterweser über ein völlig neu erbautes Zwischenlager von 70m Länge, 28m Breite und 17m Höhe welches noch vollkommen leer ist. Auch andere Kraftwerke verfügen noch über reichlich Zwischenlagerkapazitäten, die zuerst genutzt werden müssen. D. h. es gibt keinen Bedarf für diese Transporte. Zurzeit besteht ein dreckiger Verteilungskampf, da die Menschen an den einzelnen Standorten nicht sicher seien können, ob die Endlagerkapazität ausreicht, oder ob sie überhaupt in den nächsten Jahren zur Verfügung steht.

Heiner Möllers veröffentlichte den Aufruf zur Demonstration in Lingen am 26. Oktober 2019, bei der ab 12.00 Uhr „Atom und Kohle die rote Karte gezeigt wird“.

Danach wurde der Irrglaube aufgeklärt, dass Kernenergie eine umweltfreundliche und CO2-freie Option zur Stromerzeugung ist. Strom aus Atomkraftwerken ist weder klimafreundlich, sondern ist im Gegenteil auch noch um ein vielfaches teurer als regenerative Energie. Wegen der mangelhaften Regelbarkeit sind grade Atom- und Kohlekraftwerke nicht zukunftssicher.

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Die südafrikanische Umweltaktivistin Makoma Lekalakala kommt bei ihrer Informationsreise durch die Bundesrepublik auch in das Euregio-Grenzgebiet. Am Samstag, 14. September, nimmt sie an einer Anti-Atomkraft-Mahnwache teil, die vom Aktionsbündnis Münsterland und dem Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau organisiert wird. Die Mahnwache wird in Zusammenarbeit mit der Kampagne "Don't nuke the climate" durchgeführt und findet von 12 – 13 Uhr vor der Urananreicherungsanlage in Gronau statt (Röntgenstraße 4). Dabei steht Frau Lekalakala für Gespräche über ihre Arbeit zur Verfügung.

Abends findet dann um 20 Uhr in Lingen-Schepsdorf im Waldhotel, (Lohner Str. 1, Ecke Nordhorner Str.) ein öffentlicher Vortrag von Makoma Lekalakala über ihre Arbeit und zu den vielfältigen Plänen der Atom- und Uranindustrie in Südafrika statt.

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Ahaus, den 16. Oktober 2019

Pressemitteilung

Am 20. Oktober findet wieder ein Sonntagsspaziergang gegen das Atommüll-Lager in Ahaus statt. Er wird in Form einer öffentlichen Kundgebung am „Mahner“ durchgeführt, Beginn ist 14 Uhr. Zur Teilnahme lädt die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ ein.

Mehrere aktuelle Themen sollen im Mittelpunkt der Kundgebung stehen: Da sind einmal die Pläne für die Verlängerung der Lagerfristen von sogenanntem schwach- und mittelradioaktivem Müll bis 2057: Die Bezirksregierung Münster hat jetzt das Wortprotokoll über den Erörterungstermin im Juni fertiggestellt, das auf der Kundgebung kommentiert werden soll. Dann gibt es einen Aufruf zur Beteiligung an einer Demonstration für die Stilllegung von Atomkraftwerk und Brennelement-Fabrik in Lingen am 26.10. Und schließlich geht es um die Solidarität mit der Bewegung „Fridays for Future“: Anhänger der Atomenergie möchten diese gerne als Mittel zur Klimarettung darstellen. Warum diese Sichtweise falsch ist, soll auf der Kundgebung erläutert werden.

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Statt unseres Sonntagsspaziergang am 15. September laden wir zur Beteiligung an einer Anti-Atom-Mahnwache vor dem Tor der UAA Gronau am 14. September ein. Organisiert vom Aktionsbündnis Münsterland und dem AKU Gronau wird dort im Rahmen der Kampagne 'don't nuke the climate' zwischen 12 und 13 Uhr demonstriert.

Die südafrikanische Umweltaktivistin Makoma Lekalaka wird im Rahmen einer Informationsreise vor Ort sein, um über die dortige Atom- und Uranindustrie und deutsche Beteiligungen zu sprechen.

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