Quicklink: Lesenswertes
Quicklink: Aktuell geplante Demonstrationen
450 bei Anti-Atom-Demo in Ahaus – Proteste gehen weiter
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner.innen im Emsland
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
BUND NRW
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Pressemitteilung, Ahaus, 8. März 2026
Castor-Transporte aus Jülich und Garching verhindern Uranfabriken in Gronau und Lingen stilllegen
9. März: Mahnwache zu Reul-Besuch in Ahaus-Ottenstein
Castor-Tag X1: Proteste u. a. in Jülich und Ahaus
Am gestrigen Samstag (07.03.2026) haben rund 450 Atomkraftgegner:innen in Ahaus mit einer kraftvollen Demonstration gegen die geplanten jahrelangen, sinnlosen und hochgefährlichen Castor-Transporte aus Jülich, Garching und Berlin ins Zwischenlager Ahaus demonstriert. Konkret befürchten sie noch vor Beginn der NRW-Osterferien am 26. März den ersten von insgesamt bis zu 152 Castor- Transporten mit hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich über 170 Autobahn-Kilometer ins Zwischenlager Ahaus. Zu der Demo aufgerufen hatten über 50 Initiativen, Verbände, Klimagruppen, Kirchen und Parteien.
Darüber hinaus forderten die Organisationen die Vollendung des Atomausstiegs in Deutschland. Das bedeutet konkret die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen und des Forschungsreaktors Garching. Stattdessen forderten sie eine Forcierung der erneuerbaren Energiewende, um die Abkehr von fossilen und uranhaltigen Rohstoffen zu beschleunigen. Sie kritisierren dabei die Versuche der Bundesregierung, die Energiewende auszubremsen.
Kerstin Ciesla, die stellvertretende Landesvorsitzende des BUND NRW erklärte dazu: „Wir sind tief enttäuscht, dass auf der politischen Ebene zwischen Bundesregierung und NRW-Landesregierung kein Versuch unternommen wird, die 152 Castor- Transporte von Jülich nach Ahaus noch abzuwenden. Dabei ist völlig klar, dass die Sicherheitsgefahren weiter zunehmen – Stichworte „hybride Kriegsführung“, Kampfdrohnen und Terrorgefahren. Wir prüfen deshalb sehr genau, welche Optionen nach dem inhaltlich äußerst unbefriedigenden Eil-Beschluss des OVG Berlin-Brandenburg bleiben, und rufen die NRW-Landesregierung und die Bundesregierung auf, sich zu verpflichten, erst eine Entscheidung im Hauptverfahren abzuwarten. Ohne gesicherte Endlagerung gibt es keine Eile für den Transport von einem Zwischenlager in ein anderes.“
„Für uns ist der anhaltende Protest gegen die sinnlose Verlagerung des hochradioaktiven Atommülls von Jülich nach Ahaus ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Wir kämpfen schon seit 16 Jahren gegen diese gefährlichen Pläne. Anstatt in Jülich für die 152 Castoren ein neues, möglichst sicheres Zwischenlager zu bauen, fürchten wir eine Dauerlagerung in der Lagerhalle in Ahaus, deren Genehmigung auch schon 2036 ausläuft. Atomtransporte nach Ahaus sind eine Reise ohne Ziel. Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn. Wir werden deshalb gegen die Castor-Transporte entschlossen und anhaltend auf die Straße gehen“, erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Heiner Möllers von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“ gemeinsam.
„Atomausstieg in Deutschland endlich vollenden“
„15 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima und trotz des vom Bundestag beschlossenen Atomausstiegs laufen auch in Deutschland noch Atomanlagen. Der Gronauer Urananreicherer Urenco liefert z. B. angereichertes Uran via Südkorea für die Reaktoren in den Vereinigten Arabischen Emiraten – mitten im Kriegsgebiet am Persischen Golf. Die Brennelementefabrik Lingen will das wirtschaftliche Überleben ausgerechnet durch eine Kooperation mit dem Kreml-Atomkonzern Rosatom sichern, während der Forschungsreaktor Garching als ziviler Reaktor mit atomwaffenfähig hochangereichertem Uran betrieben wird. Atomkraft ist kein sauberes Geschäft, sondern extrem gefährlich. Deshalb fordern wir die Stilllegung dieser drei Atomanlagen, damit der Atomausstieg vollendet wird“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Die Demonstration war zudem ein Zeichen der Solidarität mit den niederländischen Anti-Atom-Initiativen, weil im Nachbarland mehrere neue Atomkraftwerke geplant sind.
Anti-Atom-Initiativen kündigen neue Proteste an:
- Für den morgigen Montag, 9. März, hat die BI „Kein Atommüll in Ahaus“ ab 19.15 Uhr eine Mahnwache in Ahaus-Ottenstein, Ecke Im Garbrock/Solmsstraße, aus Anlass eines Besuchs von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) angemeldet. Der Innenminister hat wie zuvor schon Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und seine Stellvertreterin Mona Neubaur (Grüne) eine Gesprächseinladung der Anti-Atom- Initiativen ausgeschlagen. Auch Bundesumweltminiter Carsten Schneider (SPD) als Eigentümer des Ahauser Zwischenlagers will nicht Ahaus kommen. Die Initiativen kritisieren diese Verweigerungshaltung scharf.

- Sollte es nun tatsächlich zum 1. Castor-Transport kommen, starten am Abend des ersten Transports – am Tag X1 – in Jülich und Ahaus zeitgleich um 18 Uhr zwei Protestaktionen:
Jülich: Kundgebung vor dem Forschungszentrum
Ahaus: Demo ab Bahnhof zum Rathaus
Weitere Proteste an der 170 Kilometer langen Strecke sind zu erwarten – die Transporte werden höchstwahrscheinlich in der Nacht stattfinden.
Ganz allgemein stellen sich die Initiativen auf eine sehr lange Kampagne ein. Die SPD hatte einen Transport-Zeitraum von vier bis acht Jahren errechnet. Die Gewerkschaft der Polizei spricht deshalb von „Wahnsinn“, der mehrere Hundertschaften der NRW- Polizei auf Jahre zur reinen Castor-Begleitung verdonnern wird. Das ganze Transportvorhaben zeigt sehr deutlich die völlige Hilf- und Planlosigkeit im Umgang mit dem Atommüll in Deutschland.
7. März 2026: Heute ab 11.30 Uhr Anti-Atom-Demo in Ahaus
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner.innen im Emsland
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
BUND NRW
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Pressemitteilung, Ahaus, 7. März 2026
58 Organisationen gegen Castor-Transporte aus Jülich und Garching
Uranfabriken in Gronau und Lingen stilllegen
9. März: Mahnwache zu Reul-Besuch in Ahaus-Ottenstein
Castor-Tag X1: Proteste u. a. in Jülich und Ahaus
58 Organisationen rufen am heutigen Samstag zu einer Anti-Atom-Demo in Ahaus auf. Start ist um 11.30 Uhr mit einer Auftaktkundgebung vor dem Rathaus. Mit der Demo protestieren die beteiligten Initiativen, Verbände, Klimagruppen, Kirchen und Parteien gegen die geplanten jahrelangen, sinnlosen und hochgefährlichen Castor- Transporte aus Jülich, Garching und Berlin ins Zwischenlager Ahaus. Konkret befürchten sie noch vor Beginn der NRW-Osterferien am 26. März den ersten von insgesamt bis zu 152 Castor-Transporten mit hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich über 170 Autobahn-Kilometer ins Zwischenlager Ahaus.
Darüber hinaus fordern die Organisationen die Vollendung des Atomausstiegs in Deutschland. Das bedeutet konkret die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen und des Forschungsreaktors Garching. Stattdessen fordern sie eine Forcierung der erneuerbaren Energiewende, um die Abkehr von fossilen und uranhaltigen Rohstoffen zu beschleunigen. Sie kritisieren dabei die Versuche der Bundesregierung, die Energiewende auszubremsen.
Kerstin Ciesla, die stellvertretende Landesvorsitzende des BUND NRW erklärte dazu: „Wir sind tief enttäuscht, dass auf der politischen Ebene zwischen Bundesregierung und NRW-Landesregierung kein Versuch unternommen wird, die 152 Castor- Transporte von Jülich nach Ahaus noch abzuwenden. Dabei ist völlig klar, dass die Sicherheitsgefahren weiter zunehmen – Stichworte „hybride Kriegsführung“, Kampfdrohnen und Terrorgefahren. Wir prüfen deshalb sehr genau, welche Optionen nach dem inhaltlich äußerst unbefriedigenden Eil-Beschluss des OVG Berlin-Brandenburg bleiben, und rufen die NRW-Landesregierung und die Bundesregierung auf, sich zu verpflichten, erst eine Entscheidung im Hauptverfahren abzuwarten. Ohne gesicherte Endlagerung gibt es keine Eile für den Transport von einem Zwischenlager in ein anderes.“
„Für uns ist der anhaltende Protest gegen die sinnlose Verlagerung des hochradioaktiven Atommülls von Jülich nach Ahaus ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Wir kämpfen schon seit 16 Jahren gegen diese gefährlichen Pläne. Anstatt in Jülich für die 152 Castoren ein neues, möglichst sicheres Zwischenlager zu bauen, fürchten wir eine Dauerlagerung in der Lagerhalle in Ahaus, deren Genehmigung auch schon 2036 ausläuft. Atomtransporte nach Ahaus sind eine Reise ohne Ziel. Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn. Wir werden deshalb gegen die Castor-Transporte entschlossen und anhaltend auf die Straße gehen“, erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Heiner Möllers von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“ gemeinsam.
„Atomausstieg in Deutschland endlich vollenden“
„15 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima und trotz des vom Bundestag beschlossenen Atomausstiegs laufen auch in Deutschland noch Atomanlagen. Der Gronauer Urananreicherer Urenco liefert z. B. angereichertes Uran via Südkorea für die Reaktoren in den Vereinigten Arabischen Emiraten – mitten im Kriegsgebiet am Persischen Golf. Die Brennelementefabrik Lingen will das wirtschaftliche Überleben ausgerechnet durch eine Kooperation mit dem Kreml-Atomkonzern Rosatom sichern, während der Forschungsreaktor Garching als ziviler Reaktor mit atomwaffenfähig hochangereichertem Uran betrieben wird. Atomkraft ist kein sauberes Geschäft, sondern extrem gefährlich. Deshalb fordern wir die Stilllegung dieser drei Atomanlagen, damit der Atomausstieg vollendet wird“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Die Demonstration ist zudem ein Zeichen der Solidarität mit den niederländischen Anti-Atom-Initiativen, weil im Nachbarland mehrere neue Atomkraftwerke geplant sind.
Anti-Atom-Initiativen kündigen neue Proteste an:
- Für kommenden Montag, 9. März, hat die BI „Kein Atommüll in Ahaus“ ab 19.15 Uhr eine Mahnwache in Ahaus-Ottenstein, Ecke Im Garbrock/Solmsstraße, aus Anlass eines Besuchs von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) angemeldet. Der Innenminister hat wie zuvor schon Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und seine Stellvertreterin Mona Neubaur (Grüne) eine Gesprächseinladung der Anti-Atom- Initiativen ausgeschlagen. Auch Bundesumweltminiter Carsten Schneider (SPD) als Eigentümer des Ahauser Zwischenlagers will nicht Ahaus kommen. Die Initiativen kritisieren diese Verweigerungshaltung scharf.
- Sollte es nun tatsächlich zum 1. Castor-Transport kommen, starten am Abend des ersten Transports – am Tag X1 – in Jülich und Ahaus zeitgleich um 18 Uhr zwei Protestaktionen:
Jülich: Kundgebung vor dem Forschungszentrum
Ahaus: Demo ab Bahnhof zum Rathaus
Weitere Proteste an der 170 Kilometer langen Strecke sind zu erwarten – die Transporte werden höchstwahrscheinlich in der Nacht stattfinden.
Ganz allgemein stellen sich die Initiativen auf eine sehr lange Kampagne ein. Die SPD hatte einen Transport-Zeitraum von vier bis acht Jahren errechnet. Die Gewerkschaft der Polizei spricht deshalb von „Wahnsinn“, der mehrere Hundertschaften der NRW- Polizei auf Jahre zur reinen Castor-Begleitung verdonnern wird. Das ganze Transportvorhaben zeigt sehr deutlich die völlige Hilf- und Planlosigkeit im Umgang mit dem Atommüll in Deutschland.

Nach OVG-Beschluss 1. Castor Jülich-Ahaus schon nächste Woche?
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Pressemitteilung, Ahaus/Jülich, 3. März 2026
Anti-Atom-Initiativen intensivieren Proteste:
7. März: 58 Organisationen rufen zu Demo in Ahaus auf
9. März: Mahnwache zu Reul-Besuch in Ahaus-Ottenstein
„Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn“
Mit großer Enttäuschung reagieren die Anti-Atomkraft-Initiativen in NRW auf die negative Entscheidung des OVG Berlin-Brandenburg auf eine Eilklage des BUND NRW gegen den Sofortvollzug der Transportgenehmigung für die 152 Castoren. Diese sollen vom Forschungszentrum Jülich über 170 km in einem jahrelangen, sinnlosen und hochgefährlichen Autobahn-Marathon ins Zwischenlager Ahaus transportiert werden. Die Initiativen rechnen nun schon in der nächsten oder übernächsten Woche mit dem ersten Castor-Transport. Sie kündigen deshalb eine Intensivierung und Ausweitung ihrer Proteste an:
- Mittlerweile 58 Initiativen, Verbände und Parteien rufen für jetzt Samstag, 7. März, in Ahaus zu einer großen Protest-Demonstration auf. Auftakt ist um 11.30 Uhr vor dem Rathaus in Ahaus. Danach geht es zur Castor-Strecke Richtung Zwischenlager.
- Für Montag, 9. März, hat die BI „Kein Atommüll in Ahaus“ zudem ab 19.15 Uhr eine Mahnwache in Ahaus-Ottenstein, Ecke Im Garbrock/Solmsstraße, aus Anlass eines Besuchs von NRW-Innenminister Herbert Reul angemeldet. Der Innenminister hat wie zuvor schon Ministerpräsident Hendrik Wüst und seine Stellvertreterin Mona Neubaur eine Gesprächseinladung der Anti-Atom-Initiativen ausgeschlagen. Nun wird er vor seiner Lesung mit Protest empfangen.

Atommülltransporte nach Ahaus sind Reise ohne Ziel
„Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn. Daran ändert auch der OVG-Beschluss nichts. Und das Zwischenlager in Ahaus bringt keinen Sicherheitsgewinn. Auch dort läuft die Genehmigung bereits 2036 aus. Deshalb fordern wir weiterhin eine politische Lösung zwischen Bundes- und NRW- Landesregierung, die eine möglichst sichere Weiterlagerung des Atommülls in Jülich ermöglicht. Anstatt den ersten Castor-Transport mit einem erheblichen Polizeiaufwand über die maroden Autobahnen zu jagen, sollten alle Beteiligten endlich zurück an den Verhandlungstisch. Wenn NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wirklich auf jeden Castor gut verzichten kann, wie er letzten Sommer gesagt hat, dann muss er jetzt endlich die Initiative ergreifen, um die hochriskante Atommüll-Lawine für NRW zu verhindern. Es ist zudem ein Unding, dass die NRW- Landesregierung jeder Art von Gespräch mit der Bevölkerung in Ahaus aus dem Weg geht. Das ist Politik vom hohen Ross“, erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Jens Dütting von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ gemeinsam.
Breites Spektrum ruft zur Demo am 7. März in Ahaus auf
„Zur Demo am 7. März in Ahaus ruft ein breites Spektrum von Anti-Atomkraft- Initiativen, Umweltverbänden, Klimagruppen, Kirchen und Parteien auf. Wir rechnen zudem damit, dass sich die Proteste deutlich vergrößern werden, sobald Bundes- und NRW-Landesregierung tatsächlich mit dem jahrelangen Transport der 152 Castor- Behälter aus Jülich nach Ahaus starten, denn es handelt sich um die größte und längste Transportserie von hochradioaktivem Atommüll in der Geschichte der Bundesrepublik. Zudem wartet schon hochradioaktiver Atommüll aus Garching bei München sowie aus Berlin im Hintergrund. Es ist deshalb absolut unverständlich, warum von der NRW-Landesregierung so wenig zu hören ist“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Über 50 Organisationen rufen zu Anti-Atom-Demo in Ahaus auf: 7. März, 11.30 Uhr ab Rathaus Ahaus
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner:innen im Emsland
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Pressemitteilung, Ahaus/Jülich/Gronau/Lingen, 25. Februar 2026
Keine Atommüll-Transporte von Jülich und Garching nach Ahaus
Uranfabriken in Gronau und Lingen stilllegen
Bereits 50 Organisationen rufen für Samstag, den 7. März, zu einer Anti-Atom- Demonstration in Ahaus auf. Sie untermauern damit ihre Forderung nach einem Verzicht auf den Transport des hochradioaktiven Atommülls aus dem Forschungszentrum Jülich und dem Forschungsreaktor Garching ins Zwischenlager Ahaus. Atommüll soll nur noch einmal transportiert werden, nämlich in ein Endlager. Bis dahin muss eine möglichst sichere Zwischenlagerung erfolgen. Derzeit klagt noch der BUND NRW vor dem OVG Berlin-Brandenburg gegen den Sofortvollzug der Transportgenehmigung.
Zugleich fordern die 50 Organisationen in ihrem Demo-Aufruf die Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau und der Brennelementefabrik Lingen. Erst vor wenigen Tagen hatte die Bundesregierung nach Medienberichten den Einstieg des Kreml-Atomkonzerns Rosatom in die Brennelementefertigung im Emsland befürwortet. In Gronau und Lingen wird ungeachtet des bundesdeutschen Atomausstiegs weiterhin Kernbrennstoff für den Einsatz in Atomkraftwerken rund um den Globus hergestellt. Die Anti-Atomkraft-Initiativen in NRW und dem Emsland kritisieren deshalb scharf die Bundesregierung für ihre verfehlte und sicherheitsgefährdende Atompolitik.
Mit Nachdruck wehren sich die Initiativen und Verbände gegen die drohenden Castor-Atommüll-Transporte von Jülich und Garching nach Ahaus, die per LKW auf der Autobahn quer durch das Land rollen sollen:
Atommülltransporte nach Ahaus sind Reise ohne Ziel
„Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn. Und das Zwischenlager in Ahaus bringt keinen Sicherheitsgewinn. Auch dort läuft die Genehmigung bereits 2036 aus. Deshalb fordern wir weiterhin eine politische Lösung zwischen Bundes- und NRW-Landesregierung, die eine möglichst sichere Weiterlagerung des Atommülls in Jülich ermöglicht. Anstatt den ersten Castor-Transport mit einem erheblichen Polizeiaufwand vorzubereiten, sollten alle Beteiligten endlich zurück an den Verhandlungstisch. Wenn NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wirklich auf jeden Castor gut verzichten kann, wie er letzten Sommer gesagt hat, dann muss er jetzt endlich die Initiative ergreifen, um die hochriskante Atommüll-Lawine für NRW zu verhindern“, erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ gemeinsam.
15 Jahre nach Fukushima: Atomausstieg vollenden
„15 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist der bundesdeutsche Atomausstieg am Münsterland und Emsland vorbeigegangen. Sinnlose und gefährliche Atommüll-Verschiebung von einem Zwischenlager in ein anderes und der Weiterbetrieb der zwei Uranfabriken in Gronau und Lingen sind das Gegenteil von Atomausstieg. Und wenn jetzt noch der Kreml-Atomkonzern Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen mit eingebunden werden soll, wird eine Grenze überschritten. Wir fordern die Vollendung des bundesdeutschen Atomausstiegs – und das heißt Stilllegung der beiden Atomanlagen in Gronau und Lingen. Wir brauchen eine Intensivierung der Energiewende“, ergänzte Jens Dütting vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Breites Spektrum ruft zur Demo am 7. März in Ahaus auf
„Zur Demo am 7. März in Ahaus ruft inzwischen ein breites Spektrum von Anti- Atomkraft-Initaitiven, Umweltverbänden, Klimagruppen, Kirchen und Parteien auf. Wir rechnen zudem damit, dass sich die Proteste deutlich vergrößern werden, falls Bundes- und NRW-Landesregierung tatsächlich mit dem jahrelangen Transport der 152 Castor-Behälter aus Jülich nach Ahaus starten sollten. Das wäre die größte Transportserie von hochradioaktivem Atommüll in der Geschichte der Bundesrepublik. Es ist deshalb absolut unverständlich, warum von der NRW- Landesregierung so wenig zu hören ist“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Stadtrat Münster gegen Castor- und Urantransporte: Parteiübergreifende Ratsresolution verabschiedet
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
BI „Kein Atommüll in Ahaus“
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Pressemitteilung, Münster, 12. Februar 2026
„Politisches Signal an Bundes- und Landesregierung“
Auch Stilllegung von Atomanlagen in Gronau und Lingen gefordert
Mit einem wegweisenden und weitreichenden Beschluss hat sich gestern Abend der Rat der Stadt Münster mit den Stimmen von Grünen, SPD, Volt, Linken, ÖDP und Die Partei gegen neue Castor-Transporte von Jülich und Garching nach Ahaus sowie gegen weitere Urantransporte von und zur Urananreicherungsanlage Gronau ausgesprochen, die regelmäßig Münsteraner Stadtgebiet passieren. In der mit breiter Mehrheit verabschiedeten Resolution wird auch die Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen sowie des Forschungsreaktors Garching bei München gefordert, um die Produktion von neuem Atommüll zu vermeiden. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, diese politische Positionierung den zuständigen Behörden und Unternehmen mitzuteilen. Die Resolution geht auf eine „Bürgeranregung“ der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster zurück.
„Wir freuen uns sehr, dass der Münsteraner Stadtrat mit breiter Mehrheit Stellung gegen die gefährlichen Castor- und Urantransporte bezogen hat. Auch drei Jahre nach Abschaltung des letzten deutschen Atomkraftwerks gibt es im Münsterland und im benachbarten Emsland noch immer Atomfabriken, die beständig neuen Atommüll produzieren. Münster und das Münsterland sind durch regelmäßige Atomtransporte davon stark betroffen. Eine sichere Endlagermöglichkeit gibt es nicht. Deshalb ist auch die Ablehnung der Castor-Transporte ins Zwischenlager Ahaus nur konsequent,“ erklärte Peter Bastian von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomaustieg) Münster.
„In Ahaus freuen wir uns natürlich sehr über die politische Unterstützung aus Münster. Die Ratsentscheidung zeigt, dass die ungelöste Atommüll-Problematik nicht nur eine Frage für die Städte mit einem Zwischenlager ist. Die ungeklärte Atommüll- Frage betrifft durch die Atommülltransporte ganz viele Städte. Wir setzen darauf, dass sich auch andere Kommunen nun ähnlich positionieren. Ohne eine Klärung der Endlagerfrage machen Atommülltransporte von A nach B keinen Sinn“, so Jens Dütting von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.
„Der wegweisende Beschluss in Münster zeigt, dass auch in schwierigen Zeiten parteiübergreifende Zusammenarbeit möglich ist. Es ist nun an der Bundes- und Landesregierung, endlich den Stecker zu ziehen und die 152 Castor-Transporte mit hochradioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus sowie die ebenfalls geplanten Atommülltransporte von Garching nach Ahaus abzusagen. Auch die längst überfällige Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefabrik Lingen sowie des Forschungsreaktors in Garching gehört endlich wieder auf die politische Agenda“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
„Der wegweisende Beschluss in Münster zeigt, dass auch in schwierigen Zeiten parteiübergreifende Zusammenarbeit möglich ist. Es ist nun an der Bundes- und Landesregierung, endlich den Stecker zu ziehen und die 152 Castor-Transporte mit hochradioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus sowie die ebenfalls geplanten Atommülltransporte von Garching nach Ahaus abzusagen. Auch die längst überfällige Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefabrik Lingen sowie des Forschungsreaktors in Garching gehört endlich wieder auf die politische Agenda“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Einladung zum öffentlichen Stammtisch der BI Ahaus
Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" lädt ein zu ihrem nächsten öffentlichen Stammtisch. Er findet statt am Montag, dem 23. Februar, ab 19 Uhr im Büro der Bürgerinitiative, Bahnhofstr. 27.
Wichtigster vorgesehener Diskussionspunkt: Die für den 7.3. geplante Demonstration gegen die drohenden Atommüll-Transporte aus Jülich (11.30 ab Rathaus), zu der inzwischen 40 Organisationen aufrufen.
21. Februar: Mahnwache Jülich
Am Samstag, 21. Februar, findet von 14-16 Uhr in Jülich auf der Castor-Strecke vom Forschungszentrum zur A44 an der B56 in Neubourheim vor dem ehemaligen Restaurant „Königshäuschen“ eine Castor-Mahnwache des Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich statt. Es gibt eine kleine Volxküche.
Alle Infos zur Mahnwache unter:
https://www.westcastor.org/
Lesenswertes
Stellungnahmen & Infos

- "Brandbrief 2.0" an den Ministerpräsidenten des Landes NRW H. Wüst und Ministerin M. Neubaur vom 28. August 2025
- Stellungnahme der BI “Kein Atommüll in Ahaus” zur geplanten Langzeit-Lagerung von hochradioaktiven Brennelementen in Ahaus
- Was geschieht mit den Kugel-Brennelementen aus dem stillgelegten AVR Jülich? Der aktuelle Sachstand (21.03.2025)
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Infos zum Tag X2: Castor-Transport Jülich−Ahaus am 21.4.

Unabhängige Information zur Kritik der Atomenergienutzung: umweltFAIRaendern.de
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https://www.ausgestrahlt.de/aktiv-werden/aktionen/atommuell-transporte-stoppen/
Atommüll-Transporte stoppen: Petition von ausgestrahlt.de gegen Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus
bewegung.taz.de -
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