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Quicklink: Aktuell geplante Demonstrationen
Castor-Entscheidung vor Verwaltungsgericht naht
Winter-Castoren auch bei Glatteis, Schnee und Nebel?
- 18.1., 14 Uhr: Sonntagsspaziergang Ahaus
- 24.1., 11 Uhr: Demo am Autobahn-Rasthof Bottrop
“Atommülltransporte sind unkalkulierbares Sicherheitsrisiko“
Mit großer Spannung erwarten die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland und Jülich sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin zum Eilantrag des BUND NRW. Zugleich haben sie große Sorge, dass Bundes- und Landesregierung womöglich noch mitten im Winter – auch bei Glatteis, Schnee und Nebel – die ersten hochriskanten Castor- Transporte von Jülich nach Ahaus fahren lassen. 2005 waren bei ähnlichen Transporten aus dem Forschungszentrum Rossendorf bei Dresden Winter-Transporte von der NRW-Landesregierung kategorisch ausgeschlossen worden.
Unabhängig von der Gerichtsentscheidung in Berlin starten die Anti-Atomkraft- Organisationen mit mehreren Protestaktionen gegen die Castor-Atommülltransporte ins neue Jahr: Am Sonntag, 18. Januar, findet um 14 Uhr der erste Sonntagsspaziergang des Jahres am Rathaus in Ahaus statt. Und für Samstag, 24. Januar, rufen die Organisationen mit Unterstützung des BUND NRW zu einer Demo am Autobahn-Rasthof Bottrop an der A2 auf. Der Rasthof liegt auf halber Strecke der 170 km langen Castor-Route von Jülich nach Ahaus und direkt an der Autobahn- Großbaustelle zwischen Oberhausen und Bottrop. Dies ist ein offensichtliches Sicherheits-Nadelöhr für die Atommülltransporte. Startpunkt der Demo ist um 11 Uhr an der Kreuzung Oberhausener Str. / Hanielstr. im Stadtteil Bottrop-Fuhlenbrock.
„Atommülltransporte sind ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko: Gefährliche Autobahn-Baustellen, marode Brücken, Drohnen über den Atommüll-Konvois, schwere Unfälle auf den Autobahnen und jetzt im Winter auch Glatteis, Schnee und Nebel – es ist völlig unverständlich, warum die Bundes- und Landesregierung dermaßen auf diesen gefährlichen Atommülltourismus von Jülich nach Ahaus setzen. Wir fordern weiterhin, dass der hochradioaktive Atommüll in Jülich so lange gelagert wird, bis es endlich ein sicheres Endlager gibt“, erklärte Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
„Schon seit mehr als 15 Jahren werden diese völlig widersinnigen Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus angekündigt. Bundes- und Landesregierung haben bei der politischen Lösung dieses Problems völlig versagt. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) kann nach eigenem Bekunden auf die Castor-Transporte gut verzichten. Dann erwarten wir von ihm zu Jahresbeginn, dass er die Bundesregierung zu Last- Minute-Gesprächen einlädt. Das ist er den Menschen im Münsterland und entlang der 170 km langen Autobahn-Strecke schuldig“, ergänzte Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.
„Mit den neuen Protestaktionen in Ahaus und Bottrop starten wir aktiv ins neue Jahr. Unser Ziel bleibt weiterhin, die planlose Atommüllverschiebung von einem Zwischenlager in ein anderes zu verhindern. Die Gewerkschaft der Polizei spricht zu Recht von „Wahnsinn“, denn es geht auch um eine unkalkulierbare Gefährdung für die Bevölkerung“, so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Einladung zum ersten öffentlichen BI-Stammtisch im neuen Jahr
Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" e.V. lädt herzlich ein zum ersten öffentlichen BI-Stammtisch im neuen Jahr am Montag, dem 12. Januar, ab 20 Uhr im BI-Büro an der Bahnhofstraße 27.
Dabei wird es vor allem um den aktuellen Stand der Castortransportpläne aus Jülich gehen (vielleicht gibt es bis dahin ja auch schon einen Gerichtsbeschluss aus Berlin?) sowie um geplante Aktivitäten der nächsten Zeit.
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Lesenswertes
Stellungnahmen & Infos

- "Brandbrief 2.0" an den Ministerpräsidenten des Landes NRW H. Wüst und Ministerin M. Neubaur vom 28. August 2025
- Stellungnahme der BI “Kein Atommüll in Ahaus” zur geplanten Langzeit-Lagerung von hochradioaktiven Brennelementen in Ahaus
- Was geschieht mit den Kugel-Brennelementen aus dem stillgelegten AVR Jülich? Der aktuelle Sachstand (21.03.2025)
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Unabhängige Information zur Kritik der Atomenergienutzung: umweltFAIRaendern.de
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Atommüll-Transporte stoppen: Petition von ausgestrahlt.de gegen Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus
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