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Startseite Presse Pressemitteilungen 2018 PM: Allianz gegen Urananreicherung und Brennelementeproduktion
PM: Allianz gegen Urananreicherung und Brennelementeproduktion
Presse

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW)
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
AntiAtomBonn
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

 

Gronau/Lingen/Bonn/Berlin/Münster, 29. Januar 2018

 

Allianz gegen Urananreicherung und Brennelementeproduktion:

- Neue Bundesregierung muss Urananlagen in Gronau und Lingen stilllegen
- 6. Februar: Mahnwache vor Düsseldorfer Staatskanzlei

 

Rund ein Dutzend Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände haben am Wochenende in Münster eine Allianz zur Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau und der Brennelementefabrik Lingen beschlossen. Ziel ist es, dass die neue Bundesregierung beide Atomanlagen in den Atomausstieg mit aufnimmt. Bislang sollen die Urananreicherung und die Brennelementefertigung trotz beschlossener Abschaltung der Atomkraftwerke zeitlich unbefristet weiterlaufen. Die Initiativen und Verbände fordern nun vehement, dass bei den begonnenen Koalitionsgesprächen zwischen CDU und SPD die Stilllegung dieser beiden wichtigen Atomanlagen festgezurrt wird, und zugleich der Ausstieg aus der Braunkohle vereinbart wird, um die Klimaziele für 2020 noch zu erreichen.

Besonders im Fokus steht dabei NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU): "Es war Herr Laschet, der als Ministerpräsident im Sommer 2017 ein Ende der gefährlichen Brennelementexporte von Lingen zu den belgischen Schrottreaktoren Tihange und Doel gefordert hat. Nun fordert Herr Laschet jedoch, dreckige Braunkohle nach Belgien zu schicken. Von einem Exportstopp für Brennelemente ist nicht mehr die Rede. Der Atomausstieg und ein Ende der Braunkohleförderung und –verstromung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden – Herr Laschet steht im Wort," forderte Dr. Angelika Claußen von der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, rufen die Initiativen und Verbände für Dienstag, 6. Februar um 16 Uhr zu einer Mahnwache vor der Düsseldorfer Staatskanzlei auf. "In der Koalitionsgesprächen wird die Atom- und Umweltpolitik der nächsten Jahre festgelegt. Weder CDU noch SPD können einfach weggucken, wenn Deutschland mit deutschem Uranbrennstoff Schrottreaktoren im Ausland beliefert – und zugleich die eigenen Klimaziele einfach reißt. Ein "Weiter so" der GroKo wäre ein umweltpolitischer Mega-GAU," so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Zugleich kritisierten die Initiativen und Verbände scharf, dass Deutschland in den letzten Monaten auch den schon vor der Inbetriebnahme stehenden Skandal-Reaktor Olkiluoto 3 in Finnland mit frischen Brennelementen aus Lingen beliefert hat. Mit den entsprechenden Exportgenehmigungen hat die Bundesregierung erneut das Gefahrenpotenzial eines schweren Reaktorunglücks in Europa erhöht.

Gegen die Transporte von Uran und Brennelementen quer durch Deutschland von und zu den Hamburger Häfen planen die Initiativen für den 24. Februar einen dezentralen Aktionstag entlang der Transportstrecken. Für den 30. März kündigten die Initiativen und Verbände zudem einen Ostermarsch in Gronau gegen die militärische Nutzbarkeit der Urananreicherung an. Gerade die jetzt bekannt gewordenen Pläne des US-Urananreicherers Centrus Energy, Anteile des deutschen Urananreicherers Urenco zu kaufen, führt zu großer Sorge, ob die Urananreicherung in Gronau in Zukunft verstärkt auch für militärische Zwecke genutzt werden soll.

Weitere Infos:
www.ippnw.de, www.sofa-ms.de, www.antiatombonn.de, www.bbu-online.de

Kontakt:
Dr. Angelika Claußen (IPPNW):
Tel. 0172 – 5882786

Matthias Eickhoff (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen):
Tel. 0176 – 64699023

Udo Buchholz (BBU / AKU Gronau):
Tel. 02562 – 23125

 

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