Seite zuletzt aktualisiert: 15. März 2017

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Willkommen auf der Homepage der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus e. V."
Mittwoch, den 15. März 2017 um 15:43 Uhr

Pressemitteilung

Ahaus, den 15. März 2017

Kein neues BZA für die nächsten 100 Jahre – keine "Heißen Zellen" in Ahaus!

 

Die BI-Ahaus wird am kommenden Sonntag, dem 19. März 2017 um 14:00 Uhr in Ahaus am Mahner demonstrieren. Die Kundgebung schließt sich direkt an die Mahnwache der kfd an, die um 13:30 Uhr am gleichen Ort beginnt. Wie jedes Jahr im März erinnern wir an die vielen Opfer von Tschernobyl und Fukushima.

Da mit der Inbetriebnahme eines möglichen Atommüll-Endlagers erst in 70-100 Jahren gerechnet wird, werden die Forderungen für neue Atommüllzwischenlager, die für die nächsten 100 Jahre genügend Sicherheit bieten sollen, immer lauter. Gleichzeitig sollen an den Zwischenlagerstandorten sogenannte "Heiße Zellen" gebaut werden, damit die alten CASTOR-Behälter gegen neue Behälter ausgetauscht werden können. Heiße Zellen sind im Idealfall so geplant, dass nur wenig radioaktive Strahlung nach außen dringt. Das Umladen der Brennelemente bzw. die Reparatur eines CASTOR-Behälters soll in der Zelle durch fernbediente Technik erfolgen. Bedingt durch die riesengroßen Türen, die für die Krananlage und die 130 to. schweren CASTOR-Behälter geeignet sein müssen, ist die vollständige Abschirmung aber sehr unsicher. Das wird auch durch Unterdruck- bzw. Überdrucksysteme im Schleusenbereich nicht besser.

Die BI-Ahaus plädiert vehement gegen einen Lagerneubau und vor allen Dingen gegen Heiße Zellen in Ahaus! Spätestens 2036 bricht den Ämtern, Ministerien und der Politik ihr 40-Jahre- Zwischenlagerkonzept für Atommüll zusammen. "Ahaus hat einen Vertrag mit den BZA-Betreibern, der den Betrieb und Bau von Heißen Zellen in Ahaus ausschließt. Damit hat die Stadt eine komfortable Verhandlungsposition, die sie unbedingt auch nutzen sollte. Mit den ungünstigen Langzeitperspektiven für die Atommülllagerung in Ahaus sind die geplanten Transporte aus Jülich bzw. aus Garching nicht zu rechtfertigen", so Felix Ruwe, der Sprecher der BI.

Felix Ruwe
Sprecher der BI-Ahaus
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02561 6577
0171 793 792 6

 
Dienstag, den 07. März 2017 um 21:05 Uhr

Ahaus, den 07. März 2017

Presseinformation

Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011) dürfen sich nicht wiederholen!

Mahnwache der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) am 19. März 2017 in Ahaus

 

"Wir sorgen uns" und "…der Schöpfung verpflichtet" - so steht es auf dem Transparent, das kfd-Frauen des Arbeitskreises "Bewahrung der Schöpfung" im Kreis Borken zu dem monatlichen Gottesdienst an der Ammelner Kapelle und zur anschließenden Demo ausrollen. "Wir engagieren uns für gerechte, gewaltfreie und nachhaltige Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Einen Welt." So steht es im Leitbild des kfd-Bundesverbandes. Diese Aussage beinhaltet für die Frauen auch den Einsatz gegen die Gefahren und die zerstörerischen Auswirkungen der Kernenergie.

Zum Gedenken an die beiden Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima ruft der kfd-Diözesanverband Münster zur Teilnahme an einer Mahnwache in Ahaus auf. Tschernobyl und Fukushima mahnen, die noch immer allgegenwärtigen Gefahren einer Atomkatastrophe, die Leben und Gesundheit von Millionen bedroht, ernst zu nehmen – auch hier bei uns und in unseren Nachbarländern.

Sie mahnen, dass trotz aller Sicherheitsvorkehrungen aufgrund von menschlichem und technischem Versagen furchtbare Katastrophen mit unvorstellbaren Nachwirkungen für Generationen von Mensch und Umwelt nicht verhindert werden können.

"Umso wichtiger, dass wir nicht nur mit Nachdruck an die unsäglichen Folgen der beiden Kernschmelzunfälle erinnern, sondern für eine weltweite Abschaltung aller Atomanlagen eintreten", so die kfd.

Die Problematik des weiterhin noch täglich ansteigenden Atommülls, auch in Deutschland, ist ein ungelöstes Problem: es gibt weltweit keine sichere Endlagerung.

Die Mahnwache findet unter Leitung des "Arbeitskreises zur Bewahrung der Schöpfung" der kfd im Kreis Borken statt.
Datum: Sonntag, 19. März 2017, 13.30 Uhr
Ort: Am "Mahner" neben der Kirche St. Mariä Himmelfahrt, Ahaus, Marktplatz
Musikalische Gestaltung: Mechthild Schlichtmann, Norbert Mombo

Die Verbände Pax Christi, Bistumsstelle Münster, Basisgruppe Stadtlohn, die KAB St. Paulus, Ahaus; die evangelische Frauenhilfe BZV Steinfurt-Ahaus und die Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt Ahaus unterstützen die Mahnwache und rufen ihre Mitglieder auf, daran teilzunehmen.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Teilnehmende der örtlichen kfd-Gruppen und anderer Verbände werden gebeten, ihre Banner mitzubringen, um so ein deutliches und sichtbares Zeichen zu setzen.

Aufruf als PDF herunterladen

 
Dienstag, den 21. Februar 2017 um 16:38 Uhr

Ahaus, den 18. Februar 2017

Positionspapier zur Atommüllzwischenlagerung in Ahaus

 

Die Bundesdelegiertenversammlung des BUND hat im November 2016 beschlossen:
Der BUND fordert: "Es muss jetzt in einem breiten öffentlichen Prozess diskutiert werden,

  • wie die Zwischenlagerung weitergehen soll,
  • welche Nachrüstungen erforderlich sind und
  • ob eventuell verbesserte Neubauten die alten Lager ersetzen müssen."

Aus Sicht der BI-Ahaus ist dieser Ansatz viel zu eng gefasst!

Uns geht es um die vollständige Neustrukturierung des Umgangs mit den betroffenen Menschen und dem Atommüll.

Für uns in Ahaus gilt immer noch den Slogan "Atommüllverschiebung ist keine Entsorgung". Damit ist jedem klar, dass mit dem Auslaufen der amtlichen Zulassungen und Genehmigungen dem Bund, den zuständigen Ämtern und Ministerien ihr 40-Jahre-Atommüll-Zwischenlager-Konzept auf die Füße fällt.

Als Sprecher der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" e.V. habe ich dem Nationalen Begleitgremium (NBG) am 11. 2. 2017 deutlich gesagt, dass der gesamte Prozess der Endlagersuche erhebliche Anforderungen an den Langmut und die Toleranz der Zwischenlagerstandorte stellt. Beim bisherigen Umgang mit den Menschen und der Atommüllverschiebung ist der Glaube an amtliche Zusagen und Verträge erheblich beschädigt! Wenn sich der aktuelle Umgang und die noch anstehenden Atommülltransporte nicht radikal ändern, wird es keinen Konsens und kein Vertrauen für den weiteren Umgang mit dem Atommüll geben.

Wenn dann in der Bewegung nur über die weitere Zwischenlagerung und mögliche Nachrüstungen diskutiert wird, so ist das m.E. wesentlich zu kurz gegriffen. Zuerst muss es einen radikalen Schnitt geben, der das Fehlverhalten der Zuständigen offenlegt und als Konsequenz daraus fordern wir einen völlig anderen Umgang mit den Menschen und dem Atommüll als bisher!

Auf Grund des Ahauser Ansiedlungsvertrages, der den Bau einer Heißen Zelle ausschließt und für Rechtsnachfolger der GNS als derzeitiger Eigentümer auch bindend ist, haben wir eine komfortable Verhandlungsposition, die wir natürlich effektiv nutzen werden. Wenn unsere Bedingungen nicht erfüllt werden, wird es für das BZA kaum eine Verlängerung geben.

Für Ahaus bedeutet das:

  1. Das Forschungszentrum Jülich muss nach dem Verursacherprinzip die Verantwortung für die Kugel-BE übernehmen und sich um eine endlagergerechte Konditionierung kümmern! D.h. in Jülich werden ein Zwischenlager und eine Konditionierungsanlage für Kugel-BE gebaut!
  2. Der hoch angereicherte Atommüll aus dem Forschungsreaktor FRM II in Garching, der mit 87,5% Anreicherung nach Ahaus transportiert werden soll, wird zuerst abgereichert bzw. entschärft. Damit wird nur eine Forderung der SSK und RSK als Bestandteil der III. Teilerrichtungsgenehmigung umgesetzt.
  3. Auch dort, wo es sonst noch möglich ist, gibt es kein Verschieben der Probleme und Kosten auf kommende Generationen – im Gegenteil, egal was es kostet, egal wie kompliziert. Alles was wir kommenden Generationen an Atommüllproblemen abnehmen können, wird jetzt erledigt!

    Außerdem gibt es weitere Forderungen in der Anti-Atom-Bewegung die auch konsensual beraten werden müssen!
  4. Gorleben als möglichen Endlagerstandort streichen.
  5. Die Urananreicherungsanlage in Gronau endlich stilllegen.
  6. Die AREVA Brennelementefabrik in Lingen stilllegen.

Es geht also nicht nur um die Akzeptanz einer weiteren Zwischenlagerung von Atommüll mit aktuellen Sicherheitsanpassungen – nein wir haben deutliche Forderungen, die vor jeder Verhandlung über weitere Zwischenlagerung erfüllt werden müssen!

Felix Ruwe

Sprecher der BI-Ahaus

02561 6577
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