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Im Zusammenhang mit dem militärischen Angriff auf die Ukraine sind auch wichtige Fragen und Probleme der Energiepolitik weltweit und in Deutschland (wieder) ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt worden: die Abhängigkeit Deutschlands von Energieimporten einerseits, insbesondere aus Russland, die Verwundbarkeit von Atomkraftwerken andererseits. Dabei gehen die öffentlichen Diskussionen über die Konsequenzen teilweise in eine falsche Richtung, wenn nämlich über eine Verlängerung des Betriebs von Atomkraftwerken räsoniert wird oder Investitionen für  Maßnahmen gegen den Klimawandel zugunsten von Ausgaben für Militär verschoben werden sollen.

Bürgerinitiativen und Verbände der Friedens-, Antiatom- und Umweltbewegung haben deshalb ein Statement verabschiedet. Zu den Unterzeichnern gehören auch die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus", der Arbeitskreis Umwelt Gronau und das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Wir möchten dabei darauf aufmerksam machen, dass in der Stellungnahme direkt oder indirekt auch Nuklearanlagen aus unserer Region eine Rolle spielen: einerseits die Urananreicherungsanlage in Gronau, von der aus regelmäßig Atomtransporte nach Russland durchgeführt werden, andererseits das Atommüll-Lager in Ahaus, in dem die ausgedienten Brennelemente des Garchinger Reaktors FRM II  gelagert werden sollen - eines Reaktors, der seinen Brennstoff bis heute ausschließlich aus Russland bezieht, weil sich andere potenzielle Lieferanten wie die USA weigern, den im FRM II verwandten hochangereicherten und damit waffentauglichen Brennstoff zu liefern.

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