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Pressemitteilung

Heftige Kritik übt die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ an der heute bekannt gegebenen Entscheidung der Bezirksregierung Münster zur Lagerung von „schwach- und mittelradioaktivem Müll“ in Ahaus. Danach soll die ursprünglich für 10 Jahre erteilte und kommende Woche auslaufende Genehmigung bis zum Jahr 2057 verlängert werden. Nach den Leitlinien der Entsorgungskommission ist die Sicherheit der Zwischenlagerung solcher Abfälle nur für einen Zeitraum von 20 Jahren gewährleistet. Größere Zeiträume sind nicht überschaubar. Demnach hätte das 2010 in Betrieb genommene Lager maximal bis 2030 genehmigt werden dürfen.

Bei der Genehmigung bis 2057 geht die BR Münster überdies davon aus, dass die Verbringung des in Ahaus lagernden Mülls in das geplante Endlager Schacht Konrad im Jahr 2027 beginnen könnte und bis 2057 abgeschlossen ist. Dies ist aber reines Wunschdenken, da die Inbetriebnahme von Schacht Konrad, die schon mehrmals verschoben worden ist, mehr denn je fraglich ist.

Außerdem weist die Bürgerinitiative darauf hin, dass das Lager in Ahaus insgesamt nur eine Betriebsgenehmigung bis zum Jahr 2036 hat. „Wir befürchten, dass die jetzige Genehmigung für schwach- und mittelradioaktiven Müll bis 2057 gleichzeitig ein Türöffner für die weitere Umwandlung des Ahauser Zwischenlagers in ein Dauerlager für Atommüll wird“, so BI-Sprecher Hartmut Liebermann.

Die Bürgerinitiative ruft zu einer ersten Protestaktion auf: am Sonntag, dem 26. Juli um 14 Uhr wird es vor dem Lager in Ahaus-Ammeln eine Mahnwache geben.

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