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Ahaus, den 12. November 2014

Pressemitteilung

Aus Zwischenlagern werden Dauerlager

Am Sonntag, dem 16. November findet um 14:00 Uhr am Mahner in Ahaus der traditionelle Sonntagsprotest statt.

Die BI-Ahaus informiert über die gefährlichen Absichten und Planungen der Atommüllverschiebungen nach Ahaus.

So steht im Bericht der Bundesrepublik Deutschland für die fünfte Überprüfungskonferenz im Mai 2015, der vom BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit) veröffentlicht wurde: "Im Transportbehälterlager Ahaus wurde zusätzliche Lagerkapazität für Betriebs- und Stillegungsabfälle bis zu deren Abgabe an das Endlager Konrad geschaffen."

Die Genehmigung für die Einlagerung endet 2020, amtlich sicher ist bisher nur, dass das geplante Endlager Konrad bis zu diesem Termin nicht fertiggestellt ist.

In dem o.g. Bericht wird auf 343 Seiten erläutert, wohin der Atommüll transportiert und wie der Atommüll zukünftig gelagert wird. Damit ist auch das endgültige Ende des BZA im Jahr 2036 in weite Ferne gerückt. Nach Ansicht der BI-Ahaus sind die Aussichten für Ahaus besonders düster. Kein Mensch, kein Politiker, keine Behörde denkt an die besonderen Gefahren des hoch angereicherten Atommülls in Ahaus. Kein Verantwortlicher beabsichtigt die "Entschärfung bzw. Abreicherung" zur Absenkung des Gefahrenpotentials. Die CASTOREN sollen möglicherweise weit über ihren Zulassungszeitraum in Ahaus lagern. Für eine endlagergerechte Konditionierung stehen überhaupt keine Kapazitäten zur Verfügung. Die Sicherheit der Ahauser/innen interessiert keine Behörde und keinen Politiker, da deren Amtszeiten wesentlich kürzer als das Strahlenrisiko des Atommülls ist.

Wir sehen uns am Sonntag ab 14:00 Uhr am Mahner!

 

 

Felix Ruwe

Sprecher der BI-Ahaus