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Ahaus, den 14. Januar 2010 

   
Frühjahrskonferenz der Anti-Atom-Bewegung wieder in Ahaus.

 

 

Gemeinsam mit den Initiativen des Münsterlandes richtet die BI „Kein Atommüll in Ahaus“ e.V. die Frühjahrskonferenz in Ahaus aus.

Vom Freitag, den 19. März bis zum Sonntag, den 21. März 2010 soll in verschiedenen Arbeitsgruppen und Veranstaltungen die Machenschaften der Atomkonzerne beleuchtet werden. „Das völlige Politikversagen bei der Atommüllentsorgung, die kriminellen Machenschaften der Atomkonzerne und das gleichgültige Handeln der Kontroll- und Genehmigungsbehörden erfordern neue Strategien und Aktionsformen, um den Widerstand wirksamer zu gestalten“, so Heiner Möllers, der BI-Vorsitzende.

Ahaus wurde als Tagungsort gewählt, weil auch das Brennelemente Zwischenlager Ahaus (BZA) im Fokus der Atommüllentsorgung steht. Bereits im Mai 2008 war Ahaus Gastgeber einer gut besuchten Frühjahrskonferenz mit internationaler Beteiligung.

Abschluss der Konferenz ist der traditionelle „Sonntagsspaziergang“ vor dem BZA.

„Bevor wir das Programm veröffentlichen, freuen wir uns über Anregungen und Themenvorschläge aus der Anti- Atom- Bewegung“, führt Möllers weiter aus. (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

 

 

Weitere Infos: www.bi-ahaus.de, www.sofa-ms.de, www.aku-gronau.de


 

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Aktionsfahrplan und Termine 2010

 

12.03

Informations- und Vorbereitungstreffen für die bundesweite Demonstration am 24.04.2010

Tagungsort: Umweltzentrum Düsseldorf – Merowingerstr. 88 – 40225 Düsseldorf

Bringt euch mit ein und helft mit bei der Vorbereitung zur Großdemo in Ahaus

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15.03.     

 

Jahreshauptversammlung der BI "Kein Atommüll in Ahaus" in der Gaststätte zum Schulzenbusch. Beginn ist um 20.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

21.03.     

 

 

Sonntagsspaziergang

 

 

 

 

19./20./21. März 2010

Frühjahrskonferenz der Anti- Atom- Bewegung in Ahaus D. Sölle – Haus.

Abschluss mit dem traditionellen Sonntagsspaziergang am BZA!

 

 

 

 

 

 

12.04.     

 

 

BI-Stammtisch / Am Schulzenbusch

 

 

18.04.     

Sonntagsspaziergang

 

24.04.2010: Tschernobylwoche: Großdemo in Ahaus

 

 

 

 

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Verlängerung der Aufbewahrungsgenehmigung oder Verlagerung des Atommülls nach Ahaus? – Gibt es überhaupt ein Komzept?

Die Pressesprecherin Dr. Anne Rother möchte die Brennelemente aus der Ökosphäre separieren, bis ein Endlager sie aufnehmen könne. Die BI-Ahaus ist mit vielen Ahausern der festen Überzeugung, dass auch Ahaus zur Ökosphäre (dem Lebensraum der Menschheit) gehört!

Was mag das FZJ bewogen haben, den Atommüll so schnell wie möglich abzuschieben?

Bei den Brennelementen handelt es sich um ca. 6cm große Kugeln, die den nuklearen Brennstoff und dessen Zerfallsprodukte in Graphit einkapseln. Diese Kugeln sind maximal bis ca. 1200°C stabil. Im Normalbetrieb sollte die Temperatur im Kugelhaufen-Reaktor (AVR) zwischen 850°C und 950°C liegen. Bei planmäßigem Betrieb sollten die Kugeln vier bis acht Monate durch den Reaktor laufen. In der Praxis haben sich Laufzeiten bis zu 50 Monaten ergeben.

In einer sicherheitstechnischen Neubewertung des AVR werden aber erhebliche Unsicherheiten beschrieben. (AVR prototype pebble bed reactor: a safety re-evaluation of its operation and consequences for future reactors. Von Rainer Moormann)

Quelle:juwel.fzjuelich.de:8080/dspace/bitstream/2128/3585/1/Moormann-Juwel.pdf

So sollen die Reaktortemperaturen weit über den berechneten Temperaturen gelegen haben (200K-300K bzw. 200°C-300°C). Diese Abweichungen wurden allerdings erst im letzten Betriebsjahr bemerkt! Bei derartigen Temperatur- und Laufzeitüberschreitungen der Brennelemente gelangen viel mehr metallische Spaltprodukte als berechnet nach außen. 

Die Entladung der Kugelbrennelemente hat sich über einen sehr langen Zeitraum (bis 2007) hingezogen, da selbst das zuständige Brennelementlager in Jülich keine gültige Annahmegenehmigung besaß.

 

Der Kühlkreislauf des AVR ist massiv mit metallischen Spaltprodukten wie (SR-90), (CS-137) kontaminiert. Der Kugelschrott (zerbrochene Kugeln) teilabgebrannte Kugeln werden im „Entsorgungsplan überhaupt nicht erwähnt.

Quelle:www.wak-gmbh.de/ewngruppe/avr/stilllegung-und-rueckbau/kernbrennstoff.html

Erstaunlicherweise wollte das FZJ den brisanten Atommüll nach dem Beladen der CASTOR - Behälter unverzüglich nach Ahaus abschieben.

Eigentlich ist die AVR Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor GmbH, (eine Tochter der EWN Energiewerke Nord GmbH) ein Zusammenschluss von 15 kommunalen Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU), deren beiden Hauptgesellschafter, die Stadtwerke Düsseldorf und Elektromark Hagen sind. Gemeinsam mit dem FZJ haben sie Fördergelder bekommen, zeigen aber bei den nuklearen Altlasten wenig Verantwortungsbewusstsein.

Der Reaktorbau und der anschließende Betrieb waren ein fragwürdiges Experiment, so nachzulesen im SPIEGEL-ONLINE.

 

Quelle:www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,637916,00.html

 


Die Rolle des BfS

Das BfS hat inzwischen die vierte und fünfte Änderung der Aufbewahrungs-genehmigung für das BZA erteilt. Mit dem Slogan „Transparenz und Offenheit“ ist es nicht weit her, so Felix Ruwe, der BI Pressesprecher. „Unter www.bfs.de  wird aktuell nur die dritte Änderung der Aufbewahrungs-genehmigung veröffentlicht. Eine schriftliche Anfrage vom 17. September zu BZA –Plänen wurde bis zum 8. November nicht beantwortet. Das Betriebsende des BZA zum 31.12.2035 wird in neueren Veröffentlichungen des BfS nicht mehr aufgeführt.“ Nach Ansicht der BI-Ahaus werden alle geplanten Atommülltransporte nach Ahaus abgelehnt, da die Akteure der geplanten Ahaus-Transporte nichts aus dem ASSE II – Skandal gelernt haben. Es wird nach wie vor geheim, unter völligem Ausschluss der Öffentlichkeit geplant und gehandelt. Solche Transporte sind weder legitim noch vermittelbar“, so Heiner Möllers, der Vorsitzende der BI-Ahaus. 

Die Rolle der NRW – Landesregierung

Fraktionschef Rüttgers hat am 24. März 2004 im NRW Landtag einen Entschließungsantrag (Landtagsdrucksache 13/5243) eingebracht. In diesem Antrag hieß es wörtlich: „Ein erneuter Atommülltransport ist der Bevölkerung in Ahaus und Umgebung solange nicht zumutbar, wie die Frage der Endlagerung für Deutschland ungeklärt ist.“

 

Quelle: www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_borken/alstaette_nienborg/1154778_Atomkraftgegner_beweisen_Elefantengedaechtnis.html

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Überregionale Demo vor dem Zwischenlager Ahaus !!

 

" Atomausstieg ist Handarbeit

– Atomausstieg jetzt"

 

So. 20. Dezember 2009

um 14.00 Uhr am BZA !!!!

 

Ab 13.30 Uhr Bustransfer Bahnhof Ahaus => BZA und zurück.

 

Atommülltransporte nach Ahaus stoppen

Atomausstieg jetzt !!

 

Bundes- und Landesregierung wollen das Zwischenlager Ahaus in den kommenden Jahren mit gefährlichem und hochverstrahltem Atommüll füllen – pro Woche sollen mehrere Atomtransporte per Bahn und LKW anrollen:

1. Mitte November 2009 genehmigte die Bezirksregierung Münster für zehn Jahre die Anlieferung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen, darunter sperrige und hochverstrahlte Anlagenteile, die sogar aus den Reaktorkernen der AKWs stammen können. Die Genehmigung gilt für alle deutschen AKWs! Im Anschluss soll der Atommüll in den – völlig untauglichen – Schacht Konrad bei Salzgitter zur Endlagerung gekippt werden.

2. Beim Bundesamt für Strahlenschutz ist zudem die Einlagerung von 152 Castoren aus dem Kernforschungszentrum Jülich sowie von 150 Castor-ähnlichen Großbehältern mit hochverstrahlten Brennelement-Strukturteilen aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague beantragt.

3. Dazu kommen die regelmäßigen Urantransporte von und zur bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage Gronau – 15km nördlich von Ahaus. Dort soll ab 2011 ein Zwischenlager für 60 000 Tonnen Uranoxid errichtet werden, die Uran-Anlage wird zudem massiv erweitert.

 

Doch der Ausbau der Atomanlagen in Ahaus und Gronau sowie die geplanten Laufzeitverlängerungen für deutsche Atomkraftwerke führen zu wachsendem Widerstand:

Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland und in Nordrhein-Westfalen rufen dazu auf, gegen die Atommüllverschieberei nach Ahaus auf die Straße zu gehen:

Wir werden nicht zulassen, dass Ahaus und Gronau zu oberirdischen Atommüll-Endlagern werden. Wir wissen, jeder Atomtransport nach Ahaus soll den Weiterbetrieb der deutschen AKWs sichern, indem eine „sichere“ Atommüllentsorgung vorgegaukelt wird. Doch sicher ist nur der sofortige Atomausstieg!

 

Tag X: Wenn die geplanten Atommülltransporte auf der Straße oder auf der Schiene nach Ahaus rollen, werden sich wieder viele Menschen quer stellen. Dabei ist jedeR herzlich willkommen!! Nur gemeinsam lässt sich der Atommüll stoppen.

Am Samstag, nachdem der erste Atommülltransport bekannt wird, findet um 14 Uhr vor dem Zwischenlager Ahaus eine Demo statt – Motto: „Wir machen das Zwischenlager dicht!“

Kontakt und weitere Infos:

www.bi-ahaus.de, www.sofa-ms.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de,

www.ag-schacht-konrad.de, www.urantransport.de, www.thtr-a.de,

www.aku-gronau.de, www.mega-waltrop.de, www.contratom.de

 

Widerstand kostet Geld! Wir sind deshalb auf Spenden angewiesen:

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen,

Konto: 357 730 701,

BLZ 401 646 18, Volksbank Wettringen

 

 

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