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Ahaus, den 22. Dezember 2011

Pressemitteilung

Die BI-Ahaus hat an den Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW Harry K. Voigtsberger geschrieben.

In seiner Hand liegt die Entscheidung zur „Duldung“ der weiteren Lagerung der 152 CASTOR THTR/AVR – Behälter in Jülich.

 

Felix Ruwe

Tel.: 02561 / 6577
oder : 0171 / 793 792 6

 


 

An den Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW
Harry K. Voigtsberger
Düsseldorf
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Sehr geehrter Herr Minister,

der Rat der Stadt Ahaus hat am 20.12.2011 einstimmig die CASTOR–Transporte von Jülich nach Ahaus strikt abgelehnt!

Ohne das Geflecht von Versäumnissen, Fehlern, Lügen, Falschaussagen und gezielten Desinformationen im Einzelnen aufzuführen, ergibt sich am Ende folgender Handlungsbedarf:

 

  1. Sie als zuständiger Minister verfügen zuerst eine weitere Duldung der Lagerung der 152 CASTOR THTR/AVR Behälter im Forschungszentrum Jülich (FZJ).
  2. Danach setzen Sie sich mit dem Bundesumweltminister und CDU-Landesvorsitzenden Dr. Norbert Röttgen in Verbindung und suchen einen Weg für die endgültige Absage der o.g. Transporte.
  3. Die „Duldung“ und die Absage der Transporte sollte noch in diesem Jahr erfolgen, damit nicht noch weitere Planungskosten entstehen.
  4. Das FZJ wird nicht aus der Pflicht zur endlagergerechten Konditionierung und zur Zwischenlagerung bis zu einer möglichen Endlagerung der THTR-Brennelemente entlassen!

 

Sehr geehrter Herr Voigtsberger, die Vermeidung der Transporte ist das öffentlich erklärte Ziel der NRW Landesregierung. Nur die von Ihnen verfügte Duldung ermöglicht weitere Handlungsoptionen im Sinne von SPD und Grünen. Die BI-Ahaus erwartet unverzüglich eine klare Entscheidung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Felix Ruwe

Sprecher der BI-Ahaus
Tel.: 02561 / 6577
oder: 0171 / 793 792 6
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Ahaus, den 16. Dezember 2011

 

Das Forschungszentrum Jülich will keine Verantwortung übernehmen!

 

Auf der Demonstration gegen die geplanten Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus, die am Sonntag, den 18. Dezember um 14:00 Uhr vor dem Brennelemente Zwischenlager Ahaus (BZA) stattfindet, wird Dr. Rainer Moormann zu den Gefahren der Atommülltransporte und der Brennelementekugeln Stellung beziehen.

„Wir erwarten sachkundige Informationen zu den besonderen Gefahren der Brennelmentekugeln, die im Reaktor des Forschungszentrums Jülich (FZJ) verwendet wurden, „ so Felix Ruwe, der Pressesprecher der BI-Ahaus. Weiterhin bemängelt die BI-Ahaus die Stellungnahme des FZJ zu den CASTOR - Reparatur- und Instandsetzungsmöglichkeiten des BZA. „Die einzige Ahauser Notfalloption ist das Aufschweißen eines dritten Notdeckels, um danach den defekten CASTOR – Behälter sofort nach Jülich zu transportieren.“ In der Stellungnahme entzieht sich das FZJ auch der Verantwortung für eine endlagergerechte Konditionierung des Atommülls. „Im Grunde werden alle von uns beschriebenen Risiken vom FZJ nicht widerlegt. Damit ist jegliche wissenschaftliche und politische Rechtfertigung der Atommülltransporte aufgehoben. So kann weder das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) noch der Bundesumweltminister Röttgen den Transportabsichten des FZJ zustimmen,“ konstatiert Heiner Möllers, der BI-Vorsitzende.

 

Felix Ruwe
BI-Ahaus

02561/6577
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


 

Anhang:

Auszug aus den Aachener Nachrichten online vom 15.12.2011

http://www.an-online.de/lokales/juelich-detail-an/1935116?_link=&skip=&_g=Ist-Juelicher-Uran-Muell-atombombenfaehig.html

Aachener Nachrichten online

 

Nach dem Prinzip «Rede und Gegenrede» erfolgt auch der «Austausch» zwischen den Initiativen und dem FZJ bei der Beurteilung der «Verpackung». Die Gegner erklären, dass die Brennelemente nicht «endlagerfähig verpackt» seien und aufgrund ihrer «Brennbarkeit» in unbrennbares Material wie Beton oder Glas eingebettet werden müssten. Dazu gebe es in Ahaus keine Vorrichtungen. Die Anlage um die dortige «Leichtbauhalle» verfüge dafür über «keinerlei Vorrichtungen». Die Initiativen deuten an, dass bei «defekten Castoren» also ein Rücktransport nach Jülich erforderlich werden könnte.

Ahaus «kann reparieren»

Eine «endlagerfähige Verpackung» könne es nicht geben, entgegnet das Forschungszentrum, weil es eben auch noch kein Endlager gibt und mithin Richtlinien dafür. Das «trifft natürlich auf alle heute in Deutschland existierenden Behälter mit bestrahlten Kernbrennstoffen zu» - nicht zuletzt gelte das auch für die bereits in Ahaus lagernden 305 Castoren mit hochradioaktiven Abfällen des Reaktors in Hamm-Uentrop.

«In Ahaus können und dürfen nahezu alle denkbaren Reparaturen durchgeführt werden. Nur bei einer Undichtigkeit der Primärdeckeldichtung ist ein Austausch der Dichtung in Ahaus nicht möglich», heißt es in der Stellungnahme des FZJ weiter. Sehr wohl könnte und dürfte aber «als zweite Reparaturmöglichkeit» das Aufschweißen eines speziell dafür zugelassenen Deckels «in Ahaus durchgeführt werden».

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Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

13. Dezember 2011

 

Brennelement-Kugeln: massive Sicherheitsprobleme

- Z. T. hochangereichertes Uran verwendet
- Graphit-Ummantelung ist brennbar
- Brennelement-Kugeln nicht endlagerfähig verpackt

Hinweis: 15. Dezember, 12 Uhr, Landespressekonferenz im Landtag Düsseldorf

 

Der geplante Transport der 152 West-Castoren vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus wirft massive Sicherheitsprobleme auf. „Die 300 000 hochradioaktiven Brennelement-Kugeln sind eine extrem gefährliche Hinterlassenschaft aus den letztlich gescheiterten Versuchen, Hochtemperatur-Reaktoren in Deutschland marktreif zu machen. All diese Probleme sollen jetzt in die völlig ungeeignete Leichtbauhalle in Ahaus abgeschoben werden. Das Forschungszentrum Jülich und die federführende Bundesregierung verschweigen dabei einige der wesentlichen und beunruhigendsten Fakten,“ so Felix Ruwe von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen kritisieren vor allem drei brisante Punkte:

  1. Über einen langen Zeitraum wurde der AVR-Reaktor in Jülich mit hochangereichertem Uran betrieben. Mit bis zu 93 % Anreicherung war das Uran atombombenfähig! Der Abbrand der Kugeln im AVR war sehr ungleichmäßig und in einem Teil der Kugeln ist weiterhin hochangereichertes Uran enthalten.
  2. Der als Ummantelung genutzte Kohlenstoff (Graphit) ist radioaktiv sehr stark verseucht und brennbar. Sollte es zu einem Transportunfall mit einem langandauernden, schweren Brand kommen, könnten die Castoren undicht werden und die Brennelement-Kugeln Feuer fangen. Im schlimmsten Fall könnte dann das gesamte radioaktive Inventar freigesetzt werden!
  3. Die Brennelement-Kugeln sind nicht endlagerfähig verpackt, die Castoren sind nur für Transport und Zwischenlagerung gedacht. Aufgrund der Brennbarkeit müssen die 300 000 hochradioaktiven Kugeln in unbrennbares Material (z. B. Beton oder Glas) eingebettet werden. In Ahaus gibt es dazu keinerlei Vorrichtungen, in Jülich hingegen gibt es „Heiße Zellen“ zur Reparatur von Castoren und zum Umgang mit den Brennelementkugeln.

„Wir verlangen vom Forschungszentrum Jülich und von der Bundesregierung als erstes eine Aufstellung über den Zustand und die Gefährlichkeit der Brennelement-Kugeln sowie ein langfristiges Konzept für den Umgang mit dem hochradioaktiven Atommüll. Bis jetzt tun alle Beteiligten immer so, als könnten Unfälle nicht passieren, als würden Castoren niemals undicht und als sei der Jülicher Atommüll völlig problemlos. Spätestens seit Fukushima wissen wir, dass diese Schönwetter-Beteuerungen nicht ausreichen und verantwortungslos sind. Die Castor-Transporte sind umgehend abzusagen,“ forderte Siegfried Faust vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“.

 

Hinweis an die Redaktionen:

Wir laden Sie hiermit herzlich zu einer Landespressekonferenz am Donnerstag, 15. Dezember, um 12 Uhr im Düsseldorfer Landtag ein. Dabei wird es u. a. um die Proteste gegen die 152 West-Castoren gehen, aber auch um weitere für 2012 geplante große Protestaktionen gegen den Weiterbetrieb der Urananreicherungsanlage Gronau und gegen die atomaren Aktivitäten des Forschungszentrums Jülich.

Folgende Vertreter der Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände werden anwesend sein:

  • Siegfried Faust (Aktionsbündnis „Stop Westcastor“)
  • Udo Buchholz (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, BBU-Vorstand)
  • Paul Kröfges (Landesvorsitzender des BUND NRW)

Wir freuen uns auf ihr Kommen!

 

AtomkraftgegnerInnen rufen zu Protesten auf:

  1. Am 18. Dezember findet um 14 Uhr vor dem Atommülllager Ahaus die Auftakt-Demo für die Castor-Proteste statt. Das Motto lautet: „152 West-Castoren – Eine schöne Bescherung“. Es sind bereits mehrere Sonderbusse angekündigt.
  2. Am 21. Januar 2012 wird in Oberhausen – unweit der Castor-Autobahn – eine Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen stattfinden.

 

Kontakt:
Felix Ruwe, BI „Kein Atommüll in Ahaus“ (Tel. 0171-7937926)
Siegfried Faust, Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ (Tel. 0157-750 755 98)
Willi Hesters, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen (Tel. 0151-12702596)
Matthias Eickhoff, SOFA Münster (Tel. 0176-64699023)

Internet: www.sofa-ms.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de, www.westcastor.de

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Umweltverbände und Bürgerinitiativen fordern: Castortransporte verhindern – Atomausstieg in NRW durchsetzen!

Atomkraftgegner fordern Atomausstiegsfahrplan für NRW und kündigen massive Protest an / Erste Demonstration in Ahaus am 18. Dezember

 

Pressemitteilung [PDF] öffnen

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Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

8. Dezember 2011

 

Atomkraftgegner enttäuscht von Landtagsdebatte:

- „Sichere Atommüllentsorgung darf keine Kostenfrage sein“
- CDU und Röttgen drücken sich vor Verantwortung
- Landesregierung muss Atomtransporte-Moratorium verhängen

 

Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus Jülich, Ahaus und dem Münsterland sind von der Landtagsdebatte zum Transport der 152 West-Castoren von Jülich nach Ahaus enttäuscht. „Die sichere Entsorgung des hochradioaktiven Atommülls darf keine Kostenfrage sein. Es ist leider ein Fakt, dass die sichere Lagerung von Atommüll über Zehntausende von Jahren Unsummen von Geld verschlingen wird. Die Verantwortung dafür liegt allein bei den Produzenten des Atommülls. Castor-Transporte von Zwischenlager A ins Zwischenlager B verschärfen nur die Probleme und sind definitiv keine Lösung,“ so Felix Ruwe von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.

Die AtomkraftgegnerInnen fordern insbesondere von der CDU und ihrem Landesvorsitzenden Norbert Röttgen, sich nicht vor der Verantwortung für den hochradioaktiven Atommüll zu drücken. „2008 hat Schwarz-Gelb im Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich noch selbst die Weiterlagerung der West-Castoren in Jülich beantragt. Unmittelbar nach der verlorenen Wahl in NRW hat Schwarz-Gelb dann im Sommer 2010 diesen Antrag „ruhend gestellt“. Das riecht nach einem rein politisch motivierten Schachzug, der nichts mit einer sicheren Lagerung des Atommülls zu tun hat,“ ergänzte Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

In diesem Zusammenhang kritisieren die AtomkraftgegnerInnen auch die Äußerung von NRW-Wirtschaftsminister Voigtsberger, die Entscheidung zum Verbleib oder Transport der West-Castoren liege allein beim Bund. „Die Landesregierung muss selbst ihre politischen Gestaltungsmöglichkeiten ausschöpfen, indem sie ein allgemeines Moratorium für Atomtransporte in NRW verhängt. Eine entsprechende Resolution wurde im Landtag bereits im April verabschiedet. Die Atomaufsicht ist Ländersache und auch Voigtsberger als zuständiger NRW-Atomminister darf sich nicht aus seiner Verantwortung stehlen. Die Landesregierung muss jetzt alle politischen und juristischen Register ziehen, um die West-Castoren zu stoppen,“ so Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.

 

AtomkraftgegnerInnen rufen zu Protesten auf:

  • Am 18. Dezember findet um 14 Uhr vor dem Atommülllager Ahaus die Auftakt-Demo für die Castor-Proteste statt. Das Motto lautet: „152 West-Castoren – Eine schöne Bescherung“. Es sind bereits mehrere Sonderbusse angekündigt.
  • Am 21. Januar 2012 wird in Oberhausen – unweit der Castor-Autobahn – eine Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen stattfinden.

 

Kontakt:
Felix Ruwe, BI „Kein Atommüll in Ahaus“ (Tel. 0171-7937926)
Siegfried Faust, Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ (Tel. 0157-750 755 98)
Willi Hesters, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen (Tel. 0151-12702596)
Matthias Eickhoff, SOFA Münster (Tel. 0176-64699023)

Internet: www.sofa-ms.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de, www.westcastor.de

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Ahaus, den 14. Dezember 2011

 

Pressemitteilung

 

Die BI-Ahaus hat an die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan und an den Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Dr. Norbert Röttgen drei Schreiben mit gleichen Fragen (s. Startseite) zu den geplanten Atommülltransporten vom Forschungszentrum Jülich zum Brennelemente Zwischenlager Ahaus geschickt. Neben den Fragen werden auch erhebliche Zweifel an den Transport- und Zwischenlagerabsichten dargelegt und begründet.

„Auch wenn die zu erwartenden Zwischenlagerzeiten die politischen Wirkungszeiten der Politiker bei weitem übertreffen und auch die Endlagerzeiten des Atommülls außerhalb ihrer üblichen Endscheidungsmuster liegen, so sind jetzt Entscheidungen nötig, die langfristig die Sicherheit der Ahauser gewährleisten,“ so Felix Ruwe, der Sprecher der BI-Ahaus.

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Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

6. Dezember 2011

 

Castor-Debatte Donnerstag im NRW-Landtag:

- CDU und FDP haben Weiterlagerung in Jülich 2010 gestoppt
- „Röttgen muss Castor-Verzicht mit Landesregierung aushandeln“

 

Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus Jülich, Ahaus und dem Münsterland erwarten von der Landtagsdebatte am Donnerstag in Düsseldorf eine fraktionsübergreifende Entschließung gegen den Transport der 152 West-Castoren von Jülich nach Ahaus. „In einer derart brisanten Frage sollten sich eigentlich alle Landtagsfraktionen einig sein“, so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Zugleich werfen die AtomkraftgegnerInnen vor allem der CDU und der FDP Heuchelei vor: „Schwarz-Gelb warnt jetzt vor einem rechtsfreien Raum im Jülicher Atommülllager und fordert von der Landesregierung ein Bekenntnis zu einem neuen Zwischenlager in Jülich. Doch es waren die schwarz-gelbe Bundesregierung und die damalige schwarz-gelbe Landesregierung, die in den letzten Tagen der Rüttgers-Regierung im Sommer 2010 über den Jülicher Aufsichtsrat die bereits beim Bundesamt für Strahlenschutz beantragte Weiterlagerung der 300 000 Brennelementkugeln in Jülich vom Tisch genommen haben. CDU und FDP wollen heute darüber wegtäuschen, dass sie noch letztes Jahr bewusst die hochgefährlichen und verantwortungslosen Castor-Transporte forciert haben, aber auch die rot-grüne Landesregierung muss nun alle Register ziehen, um den Castor-Wahnsinn zu verhindern,“ so Siegfried Faust vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“.

„Wir bleiben dabei: Norbert Röttgen, als verantwortlicher Atomminister und CDU-Landesvorsitzender, muss jetzt die Notbremse ziehen. Röttgens CDU und die Landesregierung haben dieses Jahr schon den sog. „Schulfrieden“ verhandelt, dann muss Röttgen jetzt zusammen mit der Landesregierung einen „Castor-Frieden“ aushandeln. Eine Konfrontation mit der Bevölkerung wäre völlig fehl am Platze,“ forderte Felix Ruwe von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.

 

AtomkraftgegnerInnen organisieren Proteste:

  • Bereits heute beraten die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland auf einem außerordentlichen Bündnistreffen einen Aktionsfahrplan.
  • Am 18. Dezember findet um 14 Uhr vor dem Atommülllager Ahaus die Auftakt-Demo für die Castor-Proteste statt. Das Motto lautet: „152 West-Castoren – Eine schöne Bescherung“. Es sind bereits mehrere Sonderbusse angekündigt.
  • Am 21. Januar 2012 wird in Oberhausen – unweit der Castor-Autobahn – eine Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen stattfinden.
  • Weitere Aktionen sind in Vorbereitung.

 

Kontakt:
Felix Ruwe, BI „Kein Atommüll in Ahaus“ (Tel. 0171-7937926)
Siegfried Faust, Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ (Tel. 0157-750 755 98)
Willi Hesters, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen (Tel. 0151-12702596)
Matthias Eickhoff, SOFA Münster (Tel. 0176-64699023)

Internet: www.sofa-ms.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de, www.westcastor.de

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