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Ahaus, den 10. Juni 2015

Pressemitteilung

Auch die Wissenschaftler der TU-München möchten ihren Atommüll nach Ahaus verschieben. Ab 2018, so meldet es die GNS (Gesellschaft für Nuklear-Service), sollen die ausgedienten Brennelemente des FRM II (Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz) in das Brennelemente Zwischenlager Ahaus (BZA) transportiert werden.

Die Wissenschaftler experimentieren entgegen internationaler Bitten, Auflagen und Gepflogenheiten noch bis zum Jahr 2018 mit hoch angereichertem Uran – (Highly Enriched Uranium) HEU, wobei 400kg ungenutzte Restbestände des THTR -Schrottreaktors in Hamm-Uentrop sind und 1200kg günstig in Russland beschafft wurden. Die FRM II - Brennelemente verbleiben nur 60 Tage im Reaktor und kommen danach in ein Abklingbecken. „Diese abgenutzten Brennelemente sind immer noch mit 87% hochangereichert und extrem gefährlich“, kommentiert der BI-Sprecher Felix Ruwe.

Nach Herstellerangaben wird für Atommüll aus Forschungsreaktoren ein völlig neuer Behälter namens CASTOR MTR3 mit einem neuen Sicherheitskonzept entwickelt, weil offenbar der Vorgängertyp CASTOR MTR-2 nicht mehr den Anforderungen entspricht!

In Ahaus lagern aber seit dem Jahr 2005 bereits 18 CASTOR MTR-2, beladen mit Atommüll aus Dresden-Rossendorf! Schon 2005 hat die BI-Ahaus die mangelhafte Langzeitsicherheit dieser Behälter kritisiert.

Was geschieht jetzt mit den 18 unsicheren CASTOR MTR-2 – Behältern, die noch in Ahaus lagern?

Wer nimmt den berechtigten Sicherheitsanspruch der Ahauser wahr und veranlasst, dass die alten MTR-2 durch neue MTR3 ersetzt werden?

Wann wird der Behältertausch vorgenommen?

In welcher Anlage wird der Atommüll umgepackt?

„Durch die drei Atommülltransporte vor nur 10 Jahren wird die ganze Sinnlosigkeit der Atommüllverschiebung deutlich. Damals wurden jeweils 6 CASTOREN auf Lastwagen über 700km quer durch Deutschland transportiert, weil nur so die Sicherheit der Sächsischen Bevölkerung gewährleistet werden konnte!* Nun stehen die Verantwortlichen, sofern es die überhaupt gibt, vor den gleichen Fragen; nur das das Risiko inzwischen gestiegen ist“, bewertet der Sprecher der BI die aktuelle Lage.

Felix Ruwe

02561 / 6577
0171 / 793 792 6

 


 

Materialien

Sächsische Zeitung Samstag, 21. Februar 2004

 

URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=576492

Um die Sicherheit geht es auch dem Sächsischen Umweltministerium. Zwar gebe es im Moment für die Bevölkerung in Rossendorf keine Gefahr, aber dauerhaft könne diese Sicherheit in Rossendorf nicht gewährleistet werden, hieß es in der zu Ende gehenden Woche immer wieder aus dem Ministerium.


 

Sammlung der BI-Ahaus zur Dokumentation der Sinnlosigkeit dieser Atommüllverschiebung!

 

URL: http://www.bi-ahaus.de/files/infos/Hintergrundinformationen-3-2005.pdf


 

Der CASTOR MTR-2 war für Unmengen von Atommüll vorgesehen; kaum 10 Jahre später ist er Schrott!

 

URL: http://www.grs.de/sites/default/files/pdf/GRS-272_neu.pdf


 

Für die „neue“ Sicherheit wird der CASTOR MTR3 entwickelt!
(Seite 5)

 

URL: www.gns.de/binary.ashx/~default.download/24266


 

Positionspapier der BI-Ahaus zum Umgang mit den ausgedienten Brennelementen aus den Forschungsreaktoren in Garching und Rossendorf:

 

Ahaus, den 19. Februar 2015

 

Forderungen der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ zum Umgang mit den ausgedienten Brennelementen aus den Forschungsreaktoren in Garching und Rossendorf

 

Durch einen Antrag der GNS vom 30.09.2014 ist der Antrag auf Aufbewahrung der bestrahlten Brennelemente aus dem Forschungsreaktor (Forschungsneutronenquelle) FRM II Garching der TU München im BZA wieder aufgenommen worden. Der Antrag datiert ursprünglich aus dem Jahr 1995, wurde aber zwischendurch jahrelang nicht weiter verfolgt.

Bei diesem bestrahlten Brennstoff besitzt das vorhandene Uran noch einen Anreicherungsgrad von 87%. Er liegt damit deutlich höher als bei anderen deutschen Forschungsreaktoren. Die Reaktorsicherheitskommission (RSK) hat daher schon 2001 empfohlen, vor einer Endlagerung diese Restanreicherung durch Zumischung von abgereichertem Uran deutlich zu verringern.1 Diese Maßnahme ist notwendig zum Erhalt der Unterkritikalität des radioaktiven Materials.

Da es in den seither vergangenen fast 15 Jahren keinerlei Fortschritt im Hinblick auf die Bereitstellung eines Endlagers gegeben hat und da auch jetzt abzusehen ist, dass dieses zumindest noch Jahrzehnte auf sich warten lässt, ergibt sich die zwingende Forderung, solche Maßnahmen zur Abreicherung aus Sicherheitsgründen auch schon vor der Verbringung in ein „Zwischenlager“ zu ergreifen. Für die Durchführung einer solchen Abreicherung fehlt es aber im BZA an jeglicher Voraussetzung. Daraus ergibt sich für uns die Forderung, die Abreicherungsmaßnahmen vor Ort in Garching vorzunehmen. Anschließend sollten die BE nicht quer durch Deutschland transportiert, sondern nach dem Verursacherprinzip am Standort der Nutzung, also in Garching, gelagert werden, bis sie einer sicheren Endlagerung zugeführt werden können.

Der Beginn der beantragten HEU-Transporte aus Garching nach Ahaus soll nach Auskunft der GNS nicht vor 2018 beginnen. Grund dafür ist die Entwicklung eines neuen Transportbehälters für die BE aus Forschungsreaktoren durch die GNS. Dieser Behälter vom Typ MTR 3 soll die bisher für solche BE benutzten Typen MTR 2 ersetzen, weil letztere nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprechen und nicht mehr genehmigungsfähig sind.

In Ahaus lagern aber bereits 18 Behälter diesen Typs MTR 2. In ihnen sind die bestrahlten BE aus dem ehemaligen DDR-Forschungsreaktor Rossendorf bei Dresden untergebracht, die seit 2005 in Ahaus lagern.

Wenn diese Behälter aber nicht mehr genehmigungsfähig sind, weil sie den aktuellen Sicherheitsbestimmungen nicht entsprechen, dann ist zu fordern, dass die bereits in Ahaus im Einsatz befindlichen Behälter schnellstmöglich ausgetauscht werden!

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Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen (Bürgerinitiative"Kein Atommüll in Ahaus" e.V., Sofa Münster, AKU Gronau)

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz

Münster, Ahaus, den 17. Dezember 2015

gemeinsame Pressemitteilung

Ahaus, Münster. Schwungvoll wollen die Anti-Atomkraft-Initiativen das Jahr am Ahauser Atommülllager beim Sonntagsspaziergang am 20. Dezember um 14 Uhr ausklingen lassen. Passend zum weihnachtlichen Unfrieden werden die angekündigten Castor-Transporte aus Jülich und München-Garching thematisiert. Auch Atomkraftgegner/Innen aus Jülich haben ihr Kommen zugesagt.

"Traditionell werden wir für die Gesellschaft für Nuclearservice auch wieder einen passend dekorierten Weihnachtsbaum aufstellen" teilt Peter Bastian mit, der mit der Münsteraner Initiative für den sofortigen Atomausstieg (Sofa Münster) die Demo organisiert hat.

"Die aktuellen Informationen sind keine schöne Bescherung – sondern geben uns allen Anlass zur Sorge für das nächste Jahr" berichtet Peter Bastian von Sofa Münster. In der vergangenen Woche wurde ein dreckiger Deal zwischen Bundesumweltministerin Hendricks und dem bayrischen Ministerpräsidenten Seehofer bekannt: So hat das Bundesumweltministerium die Verschiebung von 18 Castoren aus dem bayrischen Forschungsreaktor Garching nach Ahaus zugesagt, damit Bayern 7 Castoren aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield aufnimmt. "Der Atommüll aus Garching ist so wie er verladen werden soll atombombenfähig, damit steigen sowohl das atomare als auch das terroristische Risiko in Ahaus erheblich" erklärt Felix Ruwe von der BI-Ahaus. "Für uns ist das nicht hinnehmbar, besonders, weil die Genehmigung nicht mehr von Wissenschaft und Technik, sondern von der Politik bestimmt wird!"

Weiter befürchtet Peter Bastian: "Das totale Castor-Chaos dürfte auch bald auf den NRW-Autobahnen ausbrechen – vermutlich wird klammheimlich zwischen Weihnachten und Neujahr die Transportgenehmigung erteilt!" Peter Bastian ist über die Informationspolitik durch das Bundesamt für Strahlenschutz sauer, weil die Anfrage zum aktuellen Sachstand vom Bundesamt für Strahlenschutz bislang nicht beantwortet wurde.

Deswegen rufen die Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen alle Menschen zum Protest gegen die sinnlose und gefährliche Atommüllverschiebung auf. Unterstützt werden sie dabei von Initiativen aus ganz NRW, mit denen sie sich seit über einem Jahr bereits gemeinsam gegen den Export des Jülicher Atommülls in die USA gewehrt haben. "Wir haben vor einigen Jahren bereits Castortransporte von Jülich nach Ahaus verhindert, wir haben den Export in die USA bislang verhindert und wir werden auch weiterhin für einen modernen Zwischenlager-Neubau in Jülich streiten" unterstreicht Peter Bastian.

Für Rückfragen:
Peter Bastian (Sofa Münster): 0157/86269233
Felix Ruwe (BI-Ahaus): 02561/6577

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Ahaus, den 09. Dezember 2015

Pressemeldung

Am 4. Dezember unterzeichneten die Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendriks und der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer eine gemeinsame Erklärung zum Verbleib von Atommüll.

Darin erklärt sich das Land Bayern zur Aufnahme von sieben CASTOR-Behältern aus der Wiederaufarbeitung bereit. Im Gegenzug kommen die Unterzeichner überein, dass sich "das Bundesumweltministerium weiter dafür einsetzt, dass die für die Entsorgung des Forschungsreaktors München II erforderlichen Genehmigungen, insbesondere die verkehrsrechtliche Zulassung des Behälters sowie die erforderliche Änderung der Aufbewahrungsgenehmigung für das Transportbehälterlager Ahaus zeitgerecht erteilt werden."

Nach Ansicht der BI-Ahaus ist das ein besonders schmutziger Deal!
"Hier wird, unabhängig vom Entwicklungsstand der neuen CASTOR-Behälter eine Zulassung vereinbart, die eigentlich nur von technisch/wissenschaftlich bestehenden Sicherheitsvorschriften abhängig ist. Bayern, als Hauptverursacher von Atommüll, war ohnehin verpflichtet, den Atommüll aus der Wiederaufarbeitung anzunehmen. Nur die besondere Schlitzohrigkeit und Rücksichtslosigkeit der Bayerischen Staatsregierung verbunden mit der absoluten Schlafmützigkeit bzw. dem Desinteresse der NRW Landesregierung können zu derartigen Absprachen führen," so Felix Ruwe, der Sprecher die BI-Ahaus.

Die BI-Ahaus hat schon vor langer Zeit einen sicheren Entsorgungsweg für diesen besonders hoch angereicherten Atommüll gefordert, damit nicht für die nächsten 50 Jahre reines Atombomben-Uran in Ahaus gelagert wird.

Weitere Infos gibt es auf dem Sonntagsspaziergang am 20. Dezember 2015 dazu, der traditionell von Münsteraner Atomkraftgegnerinnen vorbereitet wird.

Felix Ruwe

Tel.: 02561/6577

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Ahaus, den 09. Dezember 2015

Pressemeldung

20. Dezember 2015 um 14:00 Uhr am Atommülllager Ahaus

Traditionell gemeinsam mit sofa Münster laden wir ein zum letzten Sonntagsspaziergang - in diesem Jahr.

Unter dem Motto "Schöne Bescherung" haben wir einige Überraschungen vorbereitet. Auch an den Betreiber der Anlage haben wir gedacht und es werden Geschenke gemacht!

sofa hat den Spaziergang angemeldet und vorbereitet, wir tun unseren Teil dazu und hoffen auf eine tolle Demo.

Die VolXküche wird mit Heißgetränken, Kuchen und Plätzchen in jedem Fall für gute Stimmung sorgen.

Als besonderen Gast dürfen wir unsere Bürgermeisterin ankündigen,die auch ein Grußwort sprechen wird.

Auch aus Jülich wird es einen Redebeitrag geben, die Kundgebung soll aber kurz bleiben. Nach Umrundung und Erkundung der Lagerumgebung wollen wir uns kurz bei einer heißen Tasse treffen, einige Absprachen tätigen und das Jahr ausklingen lassen.

Heiner Möllers

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Ahaus, den 13. November 2015

Pressemeldung

Demo am Sonntag, dem 15. November um 14:00 Uhr am Mahner in Ahaus!

Die sachkundigen Politiker aus Bundesrat und Bundestag, die der sogenannten Endlagersuchekommission angehören, finden keinen Termin, um über die aktuellen Probleme mit der Behandlung und Lagerung des Atommülls zu diskutieren. Dabei ist eines ihrer Zwischenergebnisse, dass die Zwischenlagerung des Atommülls wesentlich länger als vereinbart dauert.

Die BI-Ahaus hat mit diversen Schreiben an die Kommission auf die Probleme hingewiesen und gleichzeitig den Wunsch zu einem kurzen Gespräch mit der Kommission geäußert. Nach einem Jahr und diversen Telefonaten mit dem Leiter der Kommission Michael Müller ist es nicht zu einem Termin gekommen.

„Für die BI ist ein „weiter so“ mit der Lagerung und Behandlung des Atommülls ausgeschlossen! Die Kommission benötigt allerdings eine Vertrauensbasis für ihre wegweisenden Entscheidungen, die durch ihre fehlende Gesprächsbereitschaft wesentlich eingeschränkt wird“, so der Sprecher der BI, Felix Ruwe.

Die BI lädt alle interessierten Ahauser/innen am Sonntag um 14:00 Uhr zu einer Kundgebung am Mahner ein.

Felix Ruwe

BI-Ahaus
Tel.: 02561 / 6577