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Verlängerung der Aufbewahrungsgenehmigung oder Verlagerung des Atommülls nach Ahaus? – Gibt es überhaupt ein Komzept?

Die Pressesprecherin Dr. Anne Rother möchte die Brennelemente aus der Ökosphäre separieren, bis ein Endlager sie aufnehmen könne. Die BI-Ahaus ist mit vielen Ahausern der festen Überzeugung, dass auch Ahaus zur Ökosphäre (dem Lebensraum der Menschheit) gehört!

Was mag das FZJ bewogen haben, den Atommüll so schnell wie möglich abzuschieben?

Bei den Brennelementen handelt es sich um ca. 6cm große Kugeln, die den nuklearen Brennstoff und dessen Zerfallsprodukte in Graphit einkapseln. Diese Kugeln sind maximal bis ca. 1200°C stabil. Im Normalbetrieb sollte die Temperatur im Kugelhaufen-Reaktor (AVR) zwischen 850°C und 950°C liegen. Bei planmäßigem Betrieb sollten die Kugeln vier bis acht Monate durch den Reaktor laufen. In der Praxis haben sich Laufzeiten bis zu 50 Monaten ergeben.

In einer sicherheitstechnischen Neubewertung des AVR werden aber erhebliche Unsicherheiten beschrieben. (AVR prototype pebble bed reactor: a safety re-evaluation of its operation and consequences for future reactors. Von Rainer Moormann)

Quelle:juwel.fzjuelich.de:8080/dspace/bitstream/2128/3585/1/Moormann-Juwel.pdf

So sollen die Reaktortemperaturen weit über den berechneten Temperaturen gelegen haben (200K-300K bzw. 200°C-300°C). Diese Abweichungen wurden allerdings erst im letzten Betriebsjahr bemerkt! Bei derartigen Temperatur- und Laufzeitüberschreitungen der Brennelemente gelangen viel mehr metallische Spaltprodukte als berechnet nach außen. 

Die Entladung der Kugelbrennelemente hat sich über einen sehr langen Zeitraum (bis 2007) hingezogen, da selbst das zuständige Brennelementlager in Jülich keine gültige Annahmegenehmigung besaß.

 

Der Kühlkreislauf des AVR ist massiv mit metallischen Spaltprodukten wie (SR-90), (CS-137) kontaminiert. Der Kugelschrott (zerbrochene Kugeln) teilabgebrannte Kugeln werden im „Entsorgungsplan überhaupt nicht erwähnt.

Quelle:www.wak-gmbh.de/ewngruppe/avr/stilllegung-und-rueckbau/kernbrennstoff.html

Erstaunlicherweise wollte das FZJ den brisanten Atommüll nach dem Beladen der CASTOR - Behälter unverzüglich nach Ahaus abschieben.

Eigentlich ist die AVR Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor GmbH, (eine Tochter der EWN Energiewerke Nord GmbH) ein Zusammenschluss von 15 kommunalen Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU), deren beiden Hauptgesellschafter, die Stadtwerke Düsseldorf und Elektromark Hagen sind. Gemeinsam mit dem FZJ haben sie Fördergelder bekommen, zeigen aber bei den nuklearen Altlasten wenig Verantwortungsbewusstsein.

Der Reaktorbau und der anschließende Betrieb waren ein fragwürdiges Experiment, so nachzulesen im SPIEGEL-ONLINE.

 

Quelle:www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,637916,00.html

 


Die Rolle des BfS

Das BfS hat inzwischen die vierte und fünfte Änderung der Aufbewahrungs-genehmigung für das BZA erteilt. Mit dem Slogan „Transparenz und Offenheit“ ist es nicht weit her, so Felix Ruwe, der BI Pressesprecher. „Unter www.bfs.de  wird aktuell nur die dritte Änderung der Aufbewahrungs-genehmigung veröffentlicht. Eine schriftliche Anfrage vom 17. September zu BZA –Plänen wurde bis zum 8. November nicht beantwortet. Das Betriebsende des BZA zum 31.12.2035 wird in neueren Veröffentlichungen des BfS nicht mehr aufgeführt.“ Nach Ansicht der BI-Ahaus werden alle geplanten Atommülltransporte nach Ahaus abgelehnt, da die Akteure der geplanten Ahaus-Transporte nichts aus dem ASSE II – Skandal gelernt haben. Es wird nach wie vor geheim, unter völligem Ausschluss der Öffentlichkeit geplant und gehandelt. Solche Transporte sind weder legitim noch vermittelbar“, so Heiner Möllers, der Vorsitzende der BI-Ahaus. 

Die Rolle der NRW – Landesregierung

Fraktionschef Rüttgers hat am 24. März 2004 im NRW Landtag einen Entschließungsantrag (Landtagsdrucksache 13/5243) eingebracht. In diesem Antrag hieß es wörtlich: „Ein erneuter Atommülltransport ist der Bevölkerung in Ahaus und Umgebung solange nicht zumutbar, wie die Frage der Endlagerung für Deutschland ungeklärt ist.“

 

Quelle: www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_borken/alstaette_nienborg/1154778_Atomkraftgegner_beweisen_Elefantengedaechtnis.html

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